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Sonnenbrand
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Auch im Winter braucht die Haut Schutz – manchmal 

Sonnenbrand mitten im Winter? Ja, das gibt es. Eine Hautärztin verrät, wann der Griff zur Sonnencreme wichtig ist – und wie schwarzer Tee hilft, wenn die Nase nach einem Tag in der Sonne gerötet ist.
AutorKontaktdpa
Datum 23.01.2026  17:00 Uhr

So mancher hat die Wintersonne schon unterschätzt. In einer repräsentativen Umfrage des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW) gaben 29 Prozent der insgesamt 1000 Befragten an, im Winter schon einmal einen Sonnenbrand im Gesicht bekommen zu haben.

Wissen muss man dabei: Im Winter und auch im Frühjahr ist die Haut gegenüber der UV-Strahlung der Sonne empfindlicher als im Sommer, eben weil man ihr weniger ausgesetzt ist. Das hauteigene Schutzschild aus Pigmentzellen, sichtbar als Bräune, ist in dieser Zeit des Jahres dadurch nicht voll ausgebildet, erklärt Hautärztin Marion Moers-Carpi.

Im Winter zur Sonnencreme greifen – ist das notwendig?

Klar ist aber auch: Die Sonne scheint im Winter kürzer und sie steht tiefer, damit trifft insgesamt deutlich weniger UV-Strahlung auf die Haut. Wie gut sollte man sich also schützen, um Sonnenbrände und auch ein erhöhtes Hautkrebsrisiko zu vermeiden? Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schreibt online: »Im Winter ist die UV-Belastung in Deutschland so gering, dass Sie für den Alltag keinen Sonnenschutz brauchen.«

Dennoch ist es eine gute Idee, sich an sonnigen Wintertagen mit einem Sonnenschutzmittel einzucremen, sagt Hautärztin Moers-Carpi – vor allem,

  • wenn man einen hellen Hauttyp hat, also schnell einen Sonnenbrand bekommt.
  • wenn der Frühling naht. Schon ab März können in Deutschland laut BfS UV-Index-Werte von 3 erreicht werden, ab denen man sich vor der Sonne schützen sollte.
  • wenn man in den Bergen unterwegs ist. Mit zunehmender Höhe steigt die UV-Strahlung. Dazu kommt, dass frischer Schnee bis zu 90 Prozent der schädlichen Strahlen reflektiert. Wer nicht aufpasst, riskiert Sonnenschäden, weshalb auch das BfS dazu rät, beim winterlichen Ausflug in die Berge unbedingt Sonnencreme einzupacken.

Sonnenschutz in den Bergen: Das sind die Empfehlungen

Die Behörde gibt auch Tipps, wie guter Sonnenschutz im Gebirge genau aussieht:

  • Die Sonnencreme sollte einen hohen Lichtschutzfaktor bieten: 30, besser 50 oder 50+.
  • 20 bis 30 Minuten bevor es hinausgeht: Das ist ein guter Zeitpunkt zum Eincremen von Gesicht und anderen unbedeckten Körperstellen. Sonnenschutz für die Lippen dabei nicht vergessen.
  • Spätestens nach zwei Stunden ist Nachcremen angesagt.
  • Auch die Augen brauchen UV-Schutz. Den liefert eine Sonnenbrille mit der Kennzeichnung UV400.

Wer sich für einen Tag in der Wintersonne fertig macht, trägt am besten erst einmal eine Feuchtigkeitscreme auf, wie Moers-Carpi rät: »Eine durchfeuchtete Haut kann den Lichtschutzfaktor besser aufnehmen.« Erst dann ist die Sonnencreme dran.

Beim Eincremen checkt man besser, ob auch Nasenrücken und Ohren ausreichend Aufmerksamkeit bekommen haben. Sie gelten als »Sonnenterrassen«, die besonders gefährdet für Sonnenbrände sind.

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