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Krieg im Nahen Osten
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Attacken auf Gesundheitseinrichtungen

Der Iran-Krieg hat bereits viele zivile Opfer gefordert. Auch Gesundheitseinrichtungen geraten häufig ins Visier der Kriegsparteien. 
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 19.03.2026  12:15 Uhr

Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal verübt worden. »Angriffe auf die Gesundheitsversorgung verletzen internationales Recht«, betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf.

Laut der Organisation wurden im Libanon 28 Angriffe mit 30 Toten und 25 Verletzten verifiziert. Im Iran gab es seit Kriegsbeginn 20 Angriffe mit neun Toten, wie die UN-Gesundheitsorganisation mitteilte. In Israel kam es zu zwei Angriffen auf das Gesundheitswesen. Zu Beginn des Kriegs berichteten iranische Medien übereinstimmend, dass das Gandhi-Krankenhaus in der iranischen Hauptstadt Teheran von einer Rakete getroffen wurde.

Dies sind nicht die ersten Angriffe auf das Gesundheitswesen im Land. Während der landesweiten Proteste gegen das Regime gab es im Iran Anfang des Jahres bereits Einschränkungen der Arbeit von Krankenhäusern und Apotheken. Im Iran kam es auch zu Festnahmen von Apothekerinnen, Apothekern, Ärztinnen und Ärzten. Außerdem sind die Menschen im Iran von Lieferengpässen bei Medikamenten betroffen.

Im Rahmen des anhaltenden Kriegs sind laut WHO bislang mehr als 2.300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1.400 Tote seien im Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.

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