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Tauschen und Navigieren
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Apps gegen den Medikamentenmangel in Österreich

Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln bereiten Apotheken und Patienten auch in Österreich Kopfzerbrechen. Mit dem »MediFinder« und der App »ApoScout« entwickelt die Alpenrepublik digitale Lösungen gegen den Mangel. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 14.02.2024  09:00 Uhr

ApoScout für Kunden 

Patientinnen und Patienten, die ein bestimmtes Medikament benötigen, fahren oft auf eigene Faust mehrere Apotheken an – eine langwierige Suche, die nicht immer erfolgreich ist. In der Hauptstadt Wien gibt es daher seit Anfang Februar die kostenlose »ApoScout«-App, die den Nutzerinnen und Nutzern zeigen soll, wo welche Arzneimittel verfügbar sind. Außerdem werden alternative Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff angezeigt. Die Angaben zur Verfügbarkeit werden automatisch aus dem Warenwirtschaftssystem eingespeist, die Apotheken müssen die Anwendung also nicht manuell bespielen. 

Kundinnen und Kunden können beispielsweise eine bevorzugte Apotheke angeben oder bestimmte Medikamente abspeichern, die bei einer Dauermedikation regelmäßig benötigt werden. Außerdem können die Kunden aus der App heraus bei der jeweiligen Apotheke anrufen, um ein Medikament reservieren zu lassen. 

Aktuell ist die App auf Wien beschränkt. Bisher nutzen 76 Apotheken das Angebot, das sind mehr als 20 Prozent der Offizinen der österreichischen Hauptstadt. Die Zahl der teilnehmenden Apotheken steigt stetig, wie auf der Website der App zu lesen ist. Für Menschen, die kein Smartphone besitzen oder sich mit dessen Nutzung schwertun, ist demnach eine Zusammenarbeit mit der österreichischen Gesundheitshotline 1450 geplant. Bald soll die Medikamentenverfügbarkeit also auch telefonisch erfragbar sein. 

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