| Ev Tebroke |
| 23.03.2026 13:30 Uhr |
Der Landesapothekerverband Rheinland Pfalz will früh Kontakt zur neuen Landesregierung aufnehmen und auf eine Stärkung der Vor-Ort-Apotheken drängen: Jan-Niklas Francke, 1. Vorsitzender, Andreas Hott 2. Vorsitzender und LAV-Geschäftsführer Peter Schreiber (v.l.n.r.) / © PZ/Christina Hohmann-Jeddi
»Die voraussichtlichen Regierungsparteien CDU und SPD haben sich klar zur Bedeutung der Apotheke für die regionale strukturierte Gesundheitsversorgung bekannt. Darauf verlassen wir uns«, sagt Jan-Niklas Francke. 1. Vorsitzender des Landesapothekerverbands Rheinland Pfalz, auf Anfrage der PZ. Der Verband will die Politik nach eigenen Angaben konstruktiv beraten und begleiten.
»Wir werden früh Kontakt mit der neuen Landesregierung, insbesondere mit dem Gesundheits- und dem Wirtschaftsressort, aufnehmen, um deutlich zu machen, dass das Land Rheinland-Pfalz die Apotheken stärken muss«, so Francke.
Um bundespolitisch Einfluss zu nehmen, hätten die Länder über den Bundesrat die Aufgabe, die Gesundheits-Versorgung vor Ort aktiv zu thematisieren. »Das hat Rheinland-Pfalz bisher sehr gut gemacht. Wir sind zuversichtlich, dass dies kompetent weiter geschieht.«
Der Verband hat nach eigenen Angaben viele Ideen zur Prävention, für eine bessere Verzahnung der Notdienstapotheken mit den ärztlichen Notdienstzentren sowie zur Digitalisierung. Darüber wolle man ebenfalls mit der neuen Landesregierung sprechen.
Druck macht Francke hinsichtlich besserer Bedingungen für das Pharmaziestudium. »Wir fordern die Stärkung des Pharmazeutischen Instituts der Universität Mainz – der Neubau muss endlich beginnen, und zwar für deutlich mehr Studienplätze«, so der Verbandsvorsitzende.
Die Unigebäude der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sind stark in die Jahre gekommen. Vor allem das pharmazeutische Institut ist marode. Zwar gibt es von der Landesregierung die Zusage für einen Neubau. Bislang wird aber nach wie vor im herunter gekommenen Altbau und in Containern vorm Gebäude gelehrt. Und einen Termin für den Baubeginn gibt es laut Verband nach wie vor noch nicht.
Bei den Landtagswahlen kommt die CDU laut dem vorläufigen Ergebnis auf 31,0 Prozent der Stimmen. Die Partei konnte damit ihr Ergebnis von 2021 um 3,3 Prozentpunkte steigern. Spitzenkandidat Gordon Schnieder dürfte somit der nächste Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz werden. Den hatten in den vergangenen 35 Jahre stets die Sozialdemokraten gestellt. Doch die SPD fällt auf 25,9 Prozent zurück (minus 9,8 Prozentpunkte).