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Medikamentenversorgung
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Apotheker Helfen begleitet Klinikapotheke in Kyato

Das Gesundheitszentrum in Kyato, Uganda, das mit finanzieller Hilfe von Apotheker Helfen errichtet wurde, boomt. Doch jetzt braucht die Apotheke in Kyato Unterstützung, um die nötigen Medikamente bereitstellen zu können.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 27.12.2024  13:15 Uhr

Der Bericht aus Kyato liest sich sehr erfreulich: Innerhalb eines Jahres wurden 6130 Patienten behandelt, darunter mehr als 2000 Kinder unter 13 Jahren. 216 Schwangere wurden vorgeburtlich begleitet und 78 Geburten betreut. »Dies ist eine stolze Bilanz des neuen Gesundheitspostens in Kyato«, sagt Dr. Beate Lettmeier, Projektkoordinatorin bei Apotheker Helfen.

Die Zahl der Patienten unter 13 Jahren sei relativ hoch, da die Schülerinnen und Schüler der nahegelegenen Grundschule bei Unfällen und Krankheiten im Kyato Health Center behandelt werden. Diese Schule wird vom katholischen Orden der Kalungu-Schwestern geleitet, die auch für das Projektmanagement der Gesundheitsstation vor Ort verantwortlich zeichnen.

In einem ausführlichen Bericht an Apotheker Helfen listet der regional verantwortliche Mitarbeiter, Bossa Henry, die häufigsten Krankheiten in Kyato auf. Neben Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionen der oberen Atemwege und Hauterkrankungen habe man mit Abstand am häufigsten Malaria tropica diagnostiziert; dies gelte für alle Altersgruppen. Ausgelöst durch den Erreger Plasmodium falciparum, führe diese Malariaform unbehandelt bei etwa 20 Prozent der Patienten zum Tod, heißt es in dem Bericht. Die kleine Klinik bietet Labortests auf gängige Erkrankungen wie Malaria, Tuberkulose, HIV und Hepatitis B sowie die Messung von Blut- und Urinparametern an.

»Apotheker Helfen hat mit der Errichtung des Gesundheitszentrums sowie dessen Grundausstattung eine Basis für die medizinische und pharmazeutische Hilfe der Menschen vor Ort geschaffen«, sagt Apothekerin Lettmeier. Jetzt sei weitere Hilfe nötig. »Wir wurden gebeten, die Ausstattung der Apotheke in Kyato zu unterstützen.«

Zurzeit müsse die kleine Klinik ihre Medikamente zu ungünstigen Konditionen in einer größeren Apotheke einkaufen. Deshalb wolle sie sich dem Uganda Catholic Medical Bureau (UCMB) anschließen, um beim Einkauf Vorteile zu erhalten. »Bei diesem Prozess werden wir die Verantwortlichen begleiten und die Medikamentenversorgung unterstützen.« Apotheker Helfen bittet um Spenden, um die Kinder und Erwachsenen in Kyato weiterhin medikamentös versorgen zu können.

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