Die Apothekerinnen und Apotheker blicken etwas weniger pessimistisch auf ihre wirtschaftliche Situation, liegen aber weiterhin auf dem letzten Platz. / © imago images/Reiner Zensen
Der Gesamtwert sank im Vergleich zum vorherigen Quartal leicht um 0,8 Punkte auf minus 13,8, wie es in einer Mitteilung der Stiftung heißt. Etwas zuversichtlicher schaut man allerdings in die nähere Zukunft. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate stiegen demnach um 3,0 Punkte.
Für Apothekerinnen und Apotheker gibt es zumindest eine kleine Entlastung: Ihre Stimmung verbesserte sich um 7,2 Punkte. Dennoch bleiben die Apotheken weiterhin die pessimistischste Berufsgruppe im Vergleich und rangieren weiter auf dem letzten Platz des Rankings.
Der allgemeine Stimmungsrückgang im ersten Quartal ist laut der Stiftung vor allem auf die schlechtere Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation zurückzuführen. Dieser Lageindikator fiel branchenübergreifend um 5,1 Punkte.
Positiv entwickelte sich die Stimmung insbesondere bei den Hebammen, die ein Plus von mehr als zehn Punkten verzeichneten und damit ihren besten Wert seit fast drei Jahren erreichten. Ergotherapeuten setzten ihren Aufwärtstrend fort und liegen mit einem Stimmungswert von 5,4 als einzige Berufsgruppe im positiven Bereich.
Belastend wirken sich aus Sicht vieler Heilberufler weiterhin politische Entscheidungen und Vorgaben der Selbstverwaltung aus: Rund 64 Prozent der Befragten sehen hierin eine wesentliche Beeinträchtigung ihres Arbeitsalltags.
Deutlich an Bedeutung gewonnen haben zudem die Auswirkungen aktueller Ereignisse, die von 43 Prozent genannt wurden – ein klarer Anstieg gegenüber dem Vorquartal. Auch Arbeitszeit, Digitalisierung und zunehmende Bürokratie werden häufig als Belastungsfaktoren genannt.
Am Stimmungsbarometer Heilberufe nahmen im ersten Quartal 2026 bundesweit 756 niedergelassene Heilberufler aus sechs Berufsgruppen teil. Neben Heilberufen erhebt die Stiftung Gesundheit separat auch die wirtschaftliche Stimmung der niedergelassenen Ärzteschaft.