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Strafverfolgung im Gesundheitssektor
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Apothekendurchsuchungen in Potsdam

In Potsdam sind am am gestrigen Dienstag vier Apotheken mit Verdacht auf illegalen Medikamentenhandel polizeilich durchsucht worden. Auch in Berlin und München kam es zu Polizeieinsätzen. Die Hintergründe für die Razzien konnten durch eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft konkretisiert werden. 
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPaulina Kamm
Datum 21.05.2025  11:36 Uhr

Die Durchsuchungen in mehreren Gebäuden bestätigte die Polizei und die Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Unter Verdacht stehen laut Staatsanwältin zwei Personen aufgrund des Tatbestands des illegalen Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. 

Der Potsdamer Apothekeninhaber, dessen Apotheken betroffen sein sollen, stritt gegenüber der PZ ab, dass es Untersuchungen gegeben habe. Ihm sei davon nichts bekannt. Auch auf Nachfrage, ob Abrechnungsunterlagen sichergestellt worden seien, antwortete er, er wisse von nichts.

Das Ermittlungsverfahren wurde laut Staatsanwaltschaft auf Basis der gesammelten Abrechnungsunterlagen und Zahlungsbelege als Beweismittel eingeleitet. 

Aus Kreisen der besagten Apotheken hieß es, bei den Medikamenten handele es sich um Wirkstoffe, die missbraucht werden könnten. Einer der Verdächtigen soll demnach ein Ex-Angestellter der Apotheken sein, welcher schon zur polizeilichen Befragung angetreten sein soll.

Ob es zu weiteren Razzien kommen wird, wollte die Staatsanwältin nicht sagen. Nähere Angaben wollte sie aufgrund laufender Ermittlungen nicht machen. Sollte sich der Verdacht verhärten, kommt es laut Staatsanwaltschaft zur Anklage. 

(Anm. d. Redaktion: Der Text wurde um 15:25 Uhr aktualisiert)

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