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Kooperation
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Apotheken helfen von Gewalt betroffenen Frauen

Apotheken sind wichtige Anlaufstellen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Aus diesem Grund ruft die ABDA Apothekerinnen und Apotheker auf, die Kooperation mit dem Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen« zu unterstützen.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 08.07.2024  13:16 Uhr

Jede dritte Frau in Deutschland erfährt nach Angaben der Kampagnen-Unterstützer mindestens einmal im Leben Gewalt, etwa körperliche oder sexualisierte. Jede vierte Frau ist demnach von Gewalt in ihrer Partnerschaft betroffen. Frauen mit Behinderung erlebten je nach der Form zwei- bis dreimal häufiger Gewalt als der Bevölkerungsdurchschnitt. Aber nur 20 Prozent der Betroffenen wenden sich an Beratungs- oder Unterstützungseinrichtungen.

Daher sei es wichtig, für geschlechtsspezifische Gewalt zu sensibilisieren und Betroffene auf Beratungsangebote hinzuweisen. Aus diesem Grund startete die ABDA im Jahr bereits 2020 eine Kooperation mit dem Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen«.

Wie die ABDA heute mitteilte, will sie die Kooperation wieder aufleben lassen. In einem Schreiben appelliert die Bundesvereinigung an alle Apothekerinnen und Apotheker, das Beratungsangebot bundesweit noch stärker bekannt zu machen. Je mehr Menschen das Angebot kennen, desto größer sei die Chance, dass Betroffene Wege aus der Gewalt finden, schreiben die Unterstützer der Kampagne.

Apothekerinnen und Apotheker können unter www.hilfetelefon.de/materialien-bestellen kostenfrei Infomaterialien bestellen. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, mehrsprachige Flyer in der Offizin auszulegen oder weitere Materialien zu nutzen. Empfehlungen und Anregungen finden Apothekenteams unter www.hilfetelefon.de/materialien.

Angebot über eigene Social-Media-Kanäle bekannter machen

Um das Beratungsangebot bekannter zu machen, können Apothekenteams das Logo des Angebots auf ihrer Website platzieren. Sie sind auch aufgerufen, in den eigenen Social-Media-Kanälen auf das Hilfetelefon hinzuweisen. Auch in Beiträgen in Publikationen können sie darüber informieren, etwa auf der eigenen Website oder in Newslettern. Das Hilfetelefon stellt dafür bei Bedarf Textbausteine sowie Bildmaterial zur Verfügung. Bei Fragen zu den Materialien und zur Abstimmung von Kooperationsideen können sich Apothekenteams an das Partnerbüro der Kampagne wenden.

Das bundesweite Hilfetelefon unterstützt Betroffene anonym und kostenfrei unter der Nummer 116 016 und via Online-Beratung. Beraterinnen stehen betroffenen Frauen und Menschen aus ihrem sozialen Umfeld rund um die Uhr zur Seite. Bei Bedarf kann in 18 Fremdsprachen übersetzt werden.

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