| Melanie Höhn |
| 10.03.2026 17:46 Uhr |
v.l.: Moderatorin und Tagesspiegel-Redakteurin Ruth Ciesinger, die SPD-Bundestagsabgeordnete Tanja Machalet, Bernhard van Treeck als unparteiisches Mitglied & Leiter des Unterausschusses Methodenbewertung beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) sowie die Professorin und Präsidentin der Deutschen Röntgengesellschaft Christiane Kuhl. / © PZ/Höhn
Radiologie ist mehr als nur bildgebende Diagnostik: Sie prägt Therapieentscheidungen, spielt eine zentrale Rolle in der Behandlungsplanung und bietet minimal-invasive Behandlungsalternativen. Darüber hinaus liefert sie einen entscheidenden Beitrag zu Prävention und Früherkennung.
Das wurde vergangene Woche beim Fachforum »Frauengesundheit & Radiologie« des »Tagesspiegel« deutlich. Debattiert wurde unter anderem über innovative Diagnoseverfahren, neue Präventionsstrategien und die Frage, wie Versorgungslücken geschlossen werden können.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Berichterstatterin für Apotheken, Tanja Machalet, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, kündigte einen »Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit« an. Man sei zwar in diesem Bereich schon sehr weit, dennoch gebe es viele Baustellen. Bei Frauen liege ein »Versorgungsproblem« vor, bei Männern gebe es ein »Vorsorgeproblem«.
Auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) habe sich das Thema Frauengesundheit bereits auf die Fahnen geschrieben. »Was wirklich wichtig ist: Dass wir uns vornehmen, die geschlechtsspezifischen Fragen in der Gesundheitsversorgung über alle Themen hinweg mit zu berücksichtigen und uns auch den Bereich Forschung vornehmen«, sagte sie.
Apotheken können beim Thema Prävention laut Machalet eine wichtige Rolle spielen und die Frauen »vor Ort« sensibilisieren: »Die Apotheke sieht die Frau im Zweifel öfter als den Arzt«, so die Politikerin. Dort gebe es einen »gewissen Spielraum für Prävention«. Man müsse sich fragen: An welchen Stellen halten sich Frauen auf und wo gibt es Möglichkeiten, Informationen weiterzugeben?
»Wir reden immer über Prävention, aber wenn es konkret wird, gibt es oft kein Geld. Wir müssen viel Geld in die Hand nehmen, etwa durch eine Zucker- oder Alkoholsteuer.« Sie kündigte an, einen »Parlamentskreis Prävention« ins Leben zu rufen.