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Motivationsprobleme
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Antriebslosigkeit verstehen – und überwinden

Sich aufzuraffen, gilt oft als Frage von Disziplin oder Willenskraft. Die psychologische Forschung ist anderer Ansicht: Emotionen, Selbstwirksamkeit und Selbstmitgefühl steuern das Handeln stärker als bloßes Wissen. Motivation folgt oft erst auf Aktion – und nicht umgekehrt.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 26.02.2026  14:30 Uhr

Frust verhindern

Und wie bleibt man langfristig dran? Klusmann-Weißkopf betont: »Das, was erreichbar ist, muss mir am Ende auch etwas bringen.« Kleine, realistische Ziele sichern Erfolge und verhindern Frust.

Außerdem steigert es laut Jochim die Motivation, Aufgaben bewusst mit persönlichen Werten zu verbinden. »Sinn entsteht, wenn Handeln mit Werten übereinstimmt«, sagt die Psychotherapeutin. Wer seinen Werten entsprechende Zeit widmet, erlebt mehr Zufriedenheit. Langfristig funktioniert Motivation wie ein Muskel: Sie wächst durch Übung, Routinen und kleine Erfolgserlebnisse.

Bei aller Selbstmotivation sollte man aber auch auf Warnsignale achten. Jeder darf mal antriebslos sein. Professionelle Hilfe könne sinnvoll sein, wenn Interessenverlust, Rückzug, Schlaf- oder Konzentrationsprobleme andauerten. Sobald Freude, Erholung oder Verbundenheit dauerhaft fehlen, sollte man handeln, bevor ein Tief zur Belastung wird.

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