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Lieferengpass
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Antidiabetikum Dulaglutid als US-Ware verfügbar

Noch zum Ende des Jahres will Lilly Deutschland hierzulande Trulicity®-Packungen in US-Aufmachung auf den Markt bringen, um den Lieferengpass bei diesem GLP-1-Analogon abzufedern. Was müssen Apotheken bei der Abgabe beachten?
AutorKontaktPZ
Datum 17.12.2024  13:30 Uhr

Trulicity® enthält den Wirkstoff Dulaglutid und ist in Deutschland zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen. Wie bei anderen Inkretin-Mimetika gibt es hier einen versorgungsrelevanten Lieferengpass. Daher hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun Hersteller Lilly die Einfuhr von entsprechender US-Ware erlaubt, teilte das Unternehmen mit.

Ab Ende des Jahres werde Trulicity in den niedrigeren Dosierungen 0,75 mg und 1,5 mg neben den deutschen Verpackungen auch in US-Aufmachung verfügbar sein. Es handelt sich um N2-Packungen mit jeweils vier Pens. Die Fertigpens und die enthaltene Injektionslösung sind identisch zur deutschen Ware. Die Texte von Verpackung, Gebrauchsinformation und Pen-Bedienungsanleitung sind in englischer Sprache und können von den deutschsprachigen Texten abweichen. Es werden QR-Codes angebracht, über die man an die entsprechende deutschsprachige Information gelangt.

»Bei den zusätzlichen US-Packungen von Trulicity® in den Dosierungen 0,75 mg und 1,5 mg werden Apothekenteams beim Scannen die Rückmeldung erhalten, dass dieses Produkt nicht der Serialisierung unterliegt, sondern ein Sonderimport ist«, teilte Lilly mit. Es sei möglich, eine manuelle Ausbuchung mithilfe der per Aufkleber aufgebrachten PZN vorzunehmen. Die Abrechnung mit der Krankenkasse erfolge wie gewohnt.

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