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Blinddarmentzündung
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Antibiotika statt OP auch langfristig sicher

Bei einer unkomplizierten Blinddarmentzündung kann auf eine Operation zugunsten einer Antibiotika-Gabe verzichtet werden. Nun zeigt eine Follow-up-Studie aus Finnland, dass diese noch recht neue Herangehensweise auch langfristig sicher ist.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 05.02.2026  12:00 Uhr

Unerkannte Tumoren im Blinddarm

Für eine Operation könne etwa sprechen, dass bei einem nicht unerheblichen Anteil der Patienten, denen der Blinddarm wegen einer akuten Entzündung entfernt wurde, in dem Organ ein zuvor unerkannter Tumor gefunden wird. Die Inzidenz hierfür liege zwischen 1 Prozent bei Kindern und jungen Erwachsenen und 2,5 Prozent bei Menschen über 50 Jahren. Diese Tumoren werden weder gefunden noch entfernt, wenn der Patient »nur« mit einem Antibiotikum behandelt wird und seinen Blinddarm behält. Allerdings seien solche unerkannten Tumoren im Blinddarm bei einer unkomplizierten Appendizitis sehr viel seltener als bei einer komplizierten, heißt es dazu in der Originalpublikation.

Bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung müssten die Werte, das Alter und die Risikotoleranz des Patienten einbezogen werden, ohne dass dieser durch Formulierungen wie »Warum einen Rückfall riskieren, wenn wir es gleich erledigen können?« oder »Wir können Ihnen eine unnötige Operation ersparen« in die eine oder andere Richtung beeinflusst werden sollte, betont Charles.

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