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Forschungsförderung
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Alle profitieren von besserer Frauengesundheit 

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat sich wiederholt dafür ausgesprochen, Frauen als Forscherinnen zu stärken und Forschungsschwerpunkte hinsichtlich Frauengesundheit zu schaffen. 
AutorKontaktPaulina Kamm
Datum 13.03.2026  08:00 Uhr
Alle profitieren von besserer Frauengesundheit 

Zum Wissenschaftsjahr »Medizin der Zukunft« 2026 setzt die Forschungsministerin den Themenschwerpunkt der Frauengesundheit. »Noch immer wissen wir zu wenig darüber, wie sich Krankheiten bei Frauen und Männern unterschiedlich zeigen«, erklärt Bär auf der Website des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Sichtbarkeit für gendersensible Prävention, Diagnose und Therapie sei Bär besonders wichtig, ergänzt eine Sprecherin des BMFTR auf Anfrage der PZ. 

Das BMFTR bewillige für Projekte in diesem Bereich eine Förderung von rund 90 Millionen Euro über die kommenden fünf Jahre, so die Sprecherin. Die Summe sei allerdings nicht ausschließlich für Frauenthemen wie Wechseljahre und Endometriose vorgesehen: »Zum anderen brauchen wir belastbare Daten über geschlechtsspezifische Unterschiede bei Erkrankungen, die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen«, so die Sprecherin.

Auf der Homepage des BMFTR wird erklärt, welche gesamtgesellschaftliche Relevanz hinter dem Thema steht, denn ein besseres Verständnis der Frauengesundheit habe auch positive Folgen für die Gesundheit von Männern und nicht-binären Menschen: »Bei Erkrankungen wie Osteoporose, Depression, Brustkrebs oder Autoimmunerkrankungen ist etwa der männliche Körper nicht gut verstanden. Auch für Trans-Menschen ist die Datenlage dünn.« Man ziele auf eine bessere Gesundheitsversorgung aller Menschen ab. 

Frauen in der Wissenschaft

Auch gegen die Unterrepräsentation von Frauen und dadurch von Frauenthemen in der Forschung möchte Bär demnach vorgehen: Via »Professorinnenprogramm« seien inzwischen mehr als 1000 Stellen gefördert worden. Zwar haben Frauen Männer in der Ausbildung bis zur Professur mittlerweile eingeholt, doch Professurpositionen wurden bisher nur bis zu einem Drittel von Frauen besetzt. Die Förderung zeigt offenbar Wirkung: Das Programm habe zu einer Verdopplung des Professorinnenanteils seit dem Programmstart 2008 geführt, erklärt die Ministeriumssprecherin. 

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