Mit mobilen Kliniken bringt die Kindernothilfe mit ihren lokalen Partnern die Gesundheitsversorgung zu den Menschen in abgelegenen Regionen des Sundarban-Deltas in Indien. / © Kindernothilfe
Mehr als 560.000 Euro haben die Apotheken in Westfalen-Lippe über die Jahre gesammelt und gespendet, allein 30.173,10 Euro im vergangenen Jahr. Das Geld ging an die Hilfsaktion »Eine Dosis Zukunft«, seit 2009 ein gemeinsames Projekt der AKWL mit der Kindernothilfe. Der Projektname wurde jetzt ausgeweitet auf »Eine Dosis Zukunft – Mit.Wirkung vor Ort«. Denn das Projekt wurde im vergangenen Jahr neu ausgerichtet, wie die AKWL meldet. Bislang floss das von den Apotheken gesammelte Geld ausschließlich in Impfungen für Kinder in den Slums von Kalkutta. Mehr als 200.000 Impfungen wurden so ermöglicht.
»Die staatlichen Impfprogramme in Indien sind inzwischen gut ausgebaut. Doch für die Menschen in den entlegensten Dörfern südöstlich von Kalkutta bleibt der Zugang zu medizinischer Versorgung nahezu unerreichbar«, erklärt Kammerpräsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening den Grund für die Neuausrichtung. »Mit unserer Unterstützung können wir genau hier helfen: mit einer mobilen Klinik, einer integrierten Apotheke und der Ausbildung lokaler Gesundheitsarbeiterinnen.« Jeder Euro trage dazu bei, Leben zu retten und Perspektiven zu schaffen.
Der neue Fokus liegt auf der medizinischen Grundversorgung und dem Schutz von Kindern in den abgelegenen Regionen des Sundarban-Deltas südlich von Kalkutta und direkt angrenzend an das Nachbarland Bangladesch. Die Region ist geprägt von extremer Armut, fehlender Infrastruktur und regelmäßigen Naturkatastrophen. »Zyklone und Überschwemmungen zerstören Häuser und Ernten. Kinderarbeit und Kinderhandel sind weit verbreitet. Staatliche Gesundheitszentren sind kaum erreichbar, Medikamente fehlen«, schildert die AKWL in einer Pressemeldung.
Die rollende Klinik/Apotheke soll nun an fünf Tagen pro Woche 47 abgelegene Dörfer anfahren. Pro Einsatztag sollen rund 100 Patientinnen und Patienten behandelt werden. In den Gemeinden werden zudem Frauen als Gesundheitsarbeiterinnen ausgebildet, die die Versorgung unterstützen sollen. Gesundheitsaufklärung und Kinderschutz stehen im Mittelpunkt. Durch Vernetzung mit staatlichen Stellen soll die Gesundheitsversorgung zudem nachhaltig verbessert werden.
Das Projekt läuft bereits, wie die AKWL mitteilt: Im Projektjahr 2024/2025 seien 17.018 Menschen medizinisch versorgt worden. 335 Patientinnen und Patienten seien zur Weiterbehandlung in staatliche Krankenhäuser überwiesen worden. 7840 Hausbesuche sicherten die Medikamenteneinnahme chronisch kranker Menschen. An den Aufklärungsprogrammen wie Diabetes-Camps und Veranstaltungen zu Familienplanung nahmen 10.236 Menschen teil. Zudem wurden bereits 157 Community Health Volunteers geschult.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
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BIC: DAAEDEDDXXX
Stichwort: Dosis Zukunft
Online spenden: www.eine-dosis-zukunft.de