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Aktualisierter RKI-Ratgeber zu Kopfläusen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seinen Ratgeber zum Thema Kopflausbefall aktualisiert. Das Dokument beantwortet alle Fragen rund um die Infektionswege, das Erkennen und Behandeln der Parasiten.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 28.01.2025  18:00 Uhr

Keine Heißluft, kein Essigwasser

Explizit abgeraten wird von dem Versuch, Läuse und Eier mit Heißluft (Föhn oder Sauna) abzutöten. Auch Hausmittel wie Essigwasser seien zur Abtötung der Läuse ungeeignet.

Als unterstützende Maßnahmen können laut RKI Kämme, Haarbürsten, -spangen und -gummis in heißer Seifenlauge gereinigt werden. Schlafanzüge, Bettwäsche, Handtücher und »Leibwäsche« sollen gewechselt, Kopfbedeckungen, Schals und andere Gegenstände, auf die Kopfläuse gelangt sein könnten, für drei Tage luftdicht in einer Plastiktüte verpackt werden. Insektizidsprays sind nicht notwendig.

Generell gilt: Eine Laus kommt selten allein. Meist sind Personen aus dem engsten Umfeld eines Betroffenen ebenfalls infiziert. Kontaktpersonen in Familien und Gemeinschaftseinrichtungen (gleiche Gruppe oder Klasse) sollen ohne Zeitverzug informiert werden, damit auch sie sofort untersucht und gegebenenfalls behandelt werden können. Eine prophylaktische Mitbehandlung wird nur bei sehr engen Kontaktpersonen im häuslichen Umfeld empfohlen. Menschen, die Kontakt zu einer Person mit Läusebefall hatten, müssen aber bis 14 Tage nach dem Kontakt vorzugsweise täglich auf Läuse kontrolliert werden.

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