Win-win-Situation: Random Acts of Kindness fühlen sich für Geber und Empfänger gut an. / © Getty Images/Prostock-Studio
Anderen etwas Gutes tun, zahlt sich aus. Sogenannte Random Acts of Kindness, also zufällige Akte der Freundlichkeit, wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Das betont Christian Thiele, Autor, Speaker und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP).
Entscheidend ist die innere Haltung: Die Geste sollte ehrlich gemeint sein – nicht bloß ein abgehakter Selbstoptimierungspunkt. Wir sind soziale Wesen. Spontane freundliche Taten – etwa jemandem einen Kaffee mitbringen, ehrlich Danke sagen oder bewusst eine Aufgabe abnehmen – steigern das eigene Wohlbefinden. »Wir tun nicht nur anderen etwas Gutes, sondern auch uns selbst«, sagt Thiele. Das sei einer der »robustesten Befunde der Positiven Psychologie«.
Mit dem Frühling beginnt das Gefühl von für Neuanfang, auch symbolisch steht er für Aufbruch. Dazu passt laut Thiele auch das Konzept des »Psychologically Rich Life« – eines psychologisch reichhaltigen Lebens mit vielfältigen, interessanten und perspektiv-verändernden Erfahrungen.
Das muss kein großer Neuanfang sein. Schon kleine Veränderungen können positive Effekte auf Wohlbefinden und Glück haben. Thiele schlägt etwa vor, einen neuen Weg zur Arbeit auszuprobieren, mittags einen anderen Park zu besuchen, ein neues Restaurant zu testen oder ein Projekt mit einer Kollegin zu starten, mit der man bislang noch nicht zusammengearbeitet hat.