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Kassenfinanzen
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Ärztepräsident warnt vor Verunsicherung von Patienten

Was tun gegen steigende Milliardenkosten für die medizinische Versorgung? Darüber berät eine Kommission, doch das dauert. Viele Ideen kommen jetzt schon – was bringt das?
AutorKontaktdpa
Datum 11.02.2026  10:30 Uhr

Ärztepräsident Klaus Reinhardt warnt vor einer Verunsicherung von Patienten und Beschäftigten durch diverse Forderungen und Vorschläge für eine finanzielle Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenkassen. »Nahezu wöchentlich werden neue Ideen präsentiert – von Leistungseinschnitten bis hin zu grundlegenden Änderungen der Beitragsfinanzierung«, sagte der Chef der Bundesärztekammer. Unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Koalition zu einzelnen Vorschlägen sollten auf geordnetem Weg geklärt werden, mahnte er. Reinhardt rief dazu auf, bald erwartete Vorschläge einer Expertenkommission abzuwarten.

Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Gremium soll bis März Vorschläge zur Stabilisierung vorlegen. Bis zum Jahresende sollen weitergehende Reformvorschläge folgen. Hintergrund ist eine für 2027 erwartete Finanzlücke im zweistelligen Milliardenbereich.

In der Debatte um eine Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung warb Kassenärzte-Chef Andreas Gassen erst kürzlich für höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und stark gezuckerte Getränke. Hier gebe es eine konkrete Abhängigkeit zwischen Verhalten und der Finanzierung der Versorgung.

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