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Sparkommission zu TSVG
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Ärzte sehen »Millionen Arzttermine« wegfallen

Auch bei den Ärzten will die Finanzkommission Gesundheit ansetzen und die Zusatzvergütung für die Terminvergabe streichen. Die Maßnahme hatte sich als ineffizient erwiesen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schlägt Alarm. Die Ärzteschaft sieht aber auch Gutes in den Sparideen.
AutorKontaktPZ
Datum 30.03.2026  18:22 Uhr

Dass die Vergütungsregeln des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) in die Sparempfehlungen eingemeindet werden, hatte sich schon länger abgezeichnet. Und in der Tat empfiehlt die Kommission eine ersatzlose Streichung. Heute hatte hatten die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einberufenen Expertinnen und Experten ein Maßnahmenbündel vorgestellt.

Die Ärzte reagieren entsetzt auf den Vorschlag, beim TSVG anzusetzen. Damit drohten »Millionen von Arztterminen« wegzufallen, schreibt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). »Den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen wird nichts anderes übrig bleiben als ihre Leistungen und Terminvergaben den ohnehin zu knappen und – sofern Politik den Vorschlag umsetzen wird – dann noch weiter reduzierten Finanzmitteln anzupassen.«

KBV: Niemand will, dass in der ambulanten Versorgung Mittel gekürzt werden

Bereits jetzt würden 40 Millionen Arzttermine nicht vergütet – »es kann niemand ernsthaft davon ausgehen, dass das so nun einfach weiterlaufen wird«. Laut Umfragen würden sich die allermeisten Patientinnen und Patienten gegen Kürzungen von Mitteln in der ambulanten Versorgung aussprechen.

Die Bundesärztekammer (BÄK) sieht das ähnlich. »Kurzfristige, punktuelle Einschnitte in der Patientenversorgung sind dabei der falsche Weg«, schreibt die BÄK. Man brauche nun keine »aufgeheizte Debatte« über Einzelmaßnahmen. Bei der konkreten Ausgestaltung des Sparpakets sei darauf zu achten, »dass einzelne Akteure nicht übermäßig belastet werden und die Lasten insgesamt fair sowie ausgewogen verteilt sind«.

Dass die Kommission vorschlägt, die  Gesundheitsversorgung der Bürgergeldbeziehenden aus Steuermitteln zu bezahlen, begrüßen beide Ärzteverbände. Die sei eine »absolut folgerichtige Empfehlung«, so die KBV. Auch erhöhte Steuern auf Zucker, Alkohol und Tabak seien der richtige Weg. Die Mittel dürften aber nicht zum »Stopfen von Haushaltslöchern« verwendet werden.

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