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Apothekenreform 
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Adexa fordert Erweiterung der PTA-Kompetenzen

Die Apothekengewerkschaft Adexa beklagt, dass die geplante Apothekenreform zwar neue Aufgaben für PTA vorsehe, aber keine dazu passende Qualifikationsförderung. Die Gewerkschaft schlägt daher ein praxisorientiertes Aufbaustudium vor, das PTA auf neue Aufgaben vorbereitet. 
AutorKontaktPZ
Datum 19.01.2026  17:26 Uhr
Neue Aufgaben brauchen tarifliche Grundlage 

Neue Aufgaben brauchen tarifliche Grundlage 

Adexa-Vorstandsmitglied Tanja Kratt warnt auf der Website der Gewerkschaft davor, neue Aufgabenbereiche zu schaffen, ohne zugleich verbindliche tarifliche und gesetzliche Grundlagen zu etablieren. Eine angemessene Vergütung höher qualifizierter PTA setzt nach Ansicht von Kratt eine auskömmliche und gezielte Finanzierung der Vor-Ort-Apotheken voraus.

»Politisch braucht es jetzt entschlossenes Handeln: die sofortige Umsetzung der im Koalitionsvertrag zugesagten Honorarerhöhung, eine Korrektur der Regelungen im ApoVWG, die Einführung einer neuen Tarifstufe für qualifizierte PTA sowie eindeutige rechtliche Vorgaben, etwa zur Haftung«, erläutert Kratt. Ohne diese Schritte bleibe jede angekündigte Aufwertung reine Symbolpolitik.

Die Adexa möchte den Gesetzgebungsprozess weiter begleiten und mit politischen Entscheidungsträgern sprechen. »Wir wünschen uns eine Apothekenreform, die diesen Namen auch verdient – mit einer angemessenen Honorarerhöhung, die den Apotheken mehr finanzielle Spielräume eröffnet und zugleich die Grundlage für faire Tariferhöhungen schafft. Nur so kann die Arbeit des gesamten Apothekenteams nachhaltig gesichert und gewürdigt werden«, erklären May und Kratt.

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