Viele Typ-2-Diabetiker sind adipös. Mit einer deutlichen Gewichtsreduktion lässt sich die Erkrankung häufig zurückdrängen oder sogar in Remission bringen. / © Getty Images/Peter Dazeley
Gesünder ernähren, mehr Sport treiben, abnehmen – diese drei Vorhaben stehen laut der Datenbank Statista auf den vorderen Plätzen der guten Vorsätze für 2026. Besonders wichtig sind sie für Patienten mit bestimmten Grunderkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Hypertonie sowie manchen Krebserkrankungen. Eine Gewichtsreduktion stellt für diese Patienten zugleich aber eine große Herausforderung dar. So können bei Diabetikern oder Hypertonikern Dosisanpassungen bei den verordneten Arzneimitteln erforderlich werden. Sie sollten daher den Arzt über die Lebensstiländerungen informieren und Blutzucker- und Blutdruckwerte engmaschiger kontrollieren. Bei einer Krebserkrankung gilt es, den Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen zu decken – auch bei verminderter Kalorienzufuhr.
Patienten mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht oder Adipositas profitieren von einer Gewichtsreduktion umso mehr, je kürzer die Erkrankung besteht. Selbst ein Verzicht auf Arzneimittel ist in manchen Fällen möglich, wenn die überschüssigen Kilos wieder runter sind.
»Und was darf ich dann noch essen?«, lautet eine häufig gestellte Frage von Betroffenen. Die Auswahl an geeigneten Diäten ist groß – ob Low Carb, mediterran, vegetarisch, vegan oder im Intervall. Wichtig ist, dass die Ernährungsform zum Alltag und den Geschmacksvorlieben passt. Grundsätzlich gilt: möglichst frisch und unverarbeitet, am besten Vollkorn. Bewegung nach dem Essen – zum Beispiel ein flotter Spaziergang – hilft, den Blutzucker im gewünschten Bereich zu halten.
Auch übergewichtige Bluthochdruck-Patienten profitieren von einer gesunden Ernährung und Gewichtsreduktion. Laut der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA gibt es hierfür zwei wichtige Kriterien: einen hohen Konsum »guter« Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Vollkorn einerseits und einen begrenzten Konsum »schlechter« Nahrungsmittel wie Salz, Zucker und gesättigten Fetten andererseits. Für Kochsalz gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Richtwert von täglich 5 g an, was etwa einem Teelöffel entspricht. Vor allem hoch verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte enthalten viel Salz, Zucker und gesättigte Fette.
Empfohlen werden kann die DASH-Diät (Diätetischer Ansatz zum Stopp von Hochdruck). Sie besteht aus viel Gemüse und Obst sowie Geflügelfleisch und Fisch. Auch Nüsse und fettarme Milchprodukte gehören dazu. In Studien mit unbehandelten Bluthochdruck-Patienten konnte gezeigt werden, dass im Vergleich zu Teilnehmern, die sich wie gewohnt ernährten, der systolische Blutdruckwert mit der DASH-Ernährungsweise im Mittel um 6 mmHg und der diastolische um 3 mmHg abnahm. Bei Patienten unter antihypertensiver Therapie war der Effekt geringer, jedoch immer noch vorhanden.