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GKV-Finanzstabilisierungsgesetz
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ABDA sieht Grenze der Belastbarkeit überschritten

Die ABDA hält eine weitere Belastung der Apotheken durch den geplanten höheren Kassenabschlag für unangemessen. In einer Stellungnahme für die heutige Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages warnt die Standesvertretung davor, dass in der Folge weitere Apotheken schließen könnten. Das gefährde die flächendeckende Versorgung.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 28.09.2022  09:00 Uhr

Belastungen nehmen Betrieben »Luft zum Atmen«

Auch in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung warnt die ABDA vor einer weiteren Belastung der Apotheker. Die im Entwurf des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes vorgesehenen Regelungen bedeuteten für die von jahrelangem Vergütungsstillstand, Inflation und steigenden Personalkosten gebeutelten Apotheken eine weitere drastische Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. »Die Erlöse der Apotheken aus der GKV-Versorgung sinken immer weiter ab. Im Jahr 2020 hat eine Durchschnittsapotheke 85.000 Euro vor Steuern aus der GKV-Versorgung erwirtschaftet. 2021 waren es noch 79.000 Euro. Schreibt man dieses Ergebnis mit den Kürzungsplänen für das nächste Jahr fort, sinkt der Betrag erneut um mehr als acht Prozent auf 72.500 Euro. Das geht zu weit und nimmt den Betrieben jede Luft zum Atmen«, erklärt dazu der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Thomas Dittrich.

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