Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Apothekensterben stoppen 
-
ABDA-Petition ist jetzt online 

Die Petition »Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!« kann ab jetzt online unterschrieben werden. Die ABDA fordert in der Petition vor allem die im Koalitionsvertrag versprochene Erhöhung des Apothekenhonorars. 
AutorKontaktPZ
Datum 23.02.2026  14:46 Uhr

Alle Bürgerinnen und Bürger – darunter die täglich drei Millionen Kundinnen und Kunden in den Apotheken vor Ort – können ab sofort eine Online-Petition gegen das Apothekensterben und für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung unterzeichnen. Das teilte die ABDA am Montag mit. Unter dem Titel »Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!« hat die Bundesvereinigung auf der Plattform Open Petition eine bundesweite Abstimmung eingerichtet.

»Wir wollen Patientinnen und Patienten eine Stimme geben, um die Bundesregierung aufzufordern, das Apothekensterben zu beenden und die Arzneimittelversorgung für die Herausforderungen der Zukunft zu sichern«, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis zum Start der Online-Petition: »Die Menschen in Deutschland haben das Recht auf eine kompetente und schnelle Arzneimittelversorgung durch eine Apotheke in der Nähe. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar unverzüglich zu erhöhen und für die Zukunft eine jährliche Anpassung festzulegen – so, wie es seit fast einem Jahr im Koalitionsvertrag steht. Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif!«.

Fixum soll auf 9,50 Euro steigen

Die Online-Petition ist Teil der neuen Kampagne »Uns gibt’s nicht zum Nulltarif!«, die die ABDA Ende Januar als Reaktion auf den Kabinettsbeschluss zur Apothekenreform eingeläutet hatte. Die ABDA und die Apothekenteams fordern die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar auf 9,50 Euro pro rezeptpflichtigem Arzneimittel anzupassen.

Das Honorar wurde letztmals im Jahr 2013 auf 8,35 Euro festgelegt, seitdem sind die Kosten der Betriebe laut ABDA um 65 Prozent gestiegen. Die chronische Unterfinanzierung der Apotheken habe dazu geführt, dass seit 2013 fast 20 Prozent der Apotheken schließen mussten. Das vorliegende Reformgesetz bietet nach Einschätzung der Bundesvereinigung keine Antwort auf diese Unterfinanzierung der Apotheken.

»Selbstverständlich bietet diese Petition auch eine hervorragende Möglichkeit für die Inhaberinnen und Inhaber der 16.000 Apotheken sowie ihre 160.000 Beschäftigten, ihren Unmut darüber zu äußern, dass die Bundesregierung weiterhin zögert, den Koalitionsvertrag endlich umzusetzen und die Apotheken zu stärken«, so Thomas Preis. 

Der ABDA-Präsident erklärt, dass die Apotheken ab sofort Social-Media-Postings, Plakate, Handzettel und andere Möglichkeiten nutzen werden, um ihre Kundinnen und Kunden auf die Petition hinzuweisen. »Die Unterstützung der Petition geht schnell und unkompliziert: Einfach den QR-Code scannen, Name und E-Mail-Adresse eintragen – und fertig!«, sagt Preis. 

Mehr von Avoxa