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Krankenhaus-Barometer 
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66 Prozent der Krankenhäuser machen Verluste 

Eine repräsentative Befragung zeigt, dass zwei Drittel der deutschen Krankenhäuser im Jahr 2024 Verluste gemacht haben. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor »Wartelistenmedizin« und fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. 
AutorKontaktPZ
Datum 06.01.2026  17:30 Uhr

Warnung vor Wartelistenmedizin 

»Die Ergebnisse des aktuellen Krankenhaus-Barometers sind alarmierend und ernüchternd zugleich. Die wirtschaftliche Situation unserer Kliniken hat einen historischen Tiefpunkt seit Einführung des Fallpauschalensystems vor mehr als 20 Jahren erreicht«, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß. Aufgrund ihrer prekären wirtschaftlichen Lage seien viele Kliniken in ihrer Existenz bedroht und hätten nur eingeschränkte Möglichkeiten für eigentlich notwendige Investitionen. 

»Wir steuern sehenden Auges auf eine Situation zu, die dramatische Auswirkungen auf die Krankenhauslandschaft in Deutschland haben wird. Die Folgen werden auch für die Patientinnen und Patienten spürbar sein. Eine Wartelistenmedizin wird dann auch in Deutschland zur Realität«, warnt Gerald Gaß. »Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich eine stabile und verlässliche Finanzierungsgrundlage zu schaffen und überbordende Bürokratielasten sowie nutzlose Personalvorgaben zu reduzieren«, so der DKG-Vorsitzende. 

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