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3,36 Prozent Zusatzbeitrag
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42 von 93 Kassen erhöhen Beiträge

Millionen Krankenversicherte zahlen mit dem neuen Jahr mehr. 42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen haben zum Jahreswechsel die Beiträge erhöht. Im Durchschnitt stieg der sogenannte Zusatzbeitrag, den die Kassen selbst erheben können, um 0,23 Prozentpunkte auf 3,36 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens an. Das geht aus täglich aktualisierten Daten des Spitzenverbandes der Krankenkassen (GKV) hervor.
AutorKontaktdpa
Datum 02.01.2026  08:38 Uhr

Ausgaben steigen immer weiter

Warum steigen die Kassenbeiträge jedes Jahr? Ein wesentlicher Grund sind die immer weiter steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen. Die Summen sind enorm, wie ein Blick auf die Finanzentwicklung zeigt. Abschließende Zahlen liegen für 2024 vor, für 2025 noch nicht:

Die Ursachen sind vielfältig: Die Bevölkerung wird älter und behandlungsbedürftiger, bestimmte Medikamente und neue Behandlungsmethoden sind teuer und auch im Gesundheitswesen steigen Gehälter, Energie- und Materialkosten. Deutschland hat zudem eine teure Krankenhauslandschaft mit vielen Häusern. Auch über unnötige Behandlungen oder eine »Überversorgung« wird immer wieder diskutiert.

»Hält auf Dauer kein Gesundheitssystem aus«

Für 2025 werden für die Krankenkassen Gesamtausgaben von rund 347 Milliarden Euro prognostiziert. Und im neuen Jahr geht es weiter steil nach oben: Es wird mit einem Anstieg auf nunmehr 370 Milliarden Euro gerechnet. »Solche Steigerungsraten hält auf Dauer kein Gesundheitssystem aus«, hatte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Chefin des GKV-Spitzenverbandes, der »Rheinischen Post« vor allem mit Blick auf Klinikbehandlungen und Arzthonorare gesagt.

Die schwarz-rote Bundesregierung hat auch im Gesundheitssystem, wie beim Bürgergeld oder bei der Rente, für das neue Jahr Reformen angekündigt, um das Finanzproblem in den Griff zu bekommen. Eine Expertenkommission soll bis März Vorschläge vorlegen. Sämtliche Einnahmen und Ausgaben müssten auf den Prüfstand, hatte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigt. Die Quasi-Selbstverständlichkeit, dass jährlich die Beiträge steigen, solle durchbrochen werden.

Gesundheitssystem soll günstiger werden

»Klar ist auch, dass manche Leistungen entfallen müssen, um das Gesundheitssystem günstiger zu machen, was in anderen Ländern auch funktioniert«, sagte Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) kürzlich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, ohne konkreter zu werden.

Seit Monaten werden zahlreiche Reformvorschläge von Verbänden, Wirtschaft und Politik diskutiert. Was umgesetzt wird, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. So steht im Koalitionsvertrag etwa das »Primärarztsystem«. Patienten sollen zunächst den Hausarzt aufsuchen und nur mit Überweisung zum Facharzt. Bisher gilt freie Arztwahl, Überweisungen sind nur für einige Fachärzte nötig. Weitere Vorschläge sind:

Die Krankenkassen fordern zudem, dass der Staat höhere Versicherungsbeiträge für Bürgergeld-Empfänger zahlt und klagen deswegen. Die aktuelle Pauschale von rund 133 Euro monatlich sei zu niedrig.

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