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Drogenbericht
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2137 Tote im vergangenen Jahr

Die Zahl der Menschen, die in direkter Folge von Drogenkonsum sterben, ist in Deutschland auf hohem Niveau. Der neue Drogenbeauftragte sieht Lücken bei potenziell lebensrettenden Hilfen.
AutorKontaktdpa
Datum 07.07.2025  13:38 Uhr

Verelendung durch Crack nimmt zu

Seit Jahren gehen die Drogentotenzahlen tendenziell nach oben. »Wir haben eine Verdoppelung in den letzten zehn, zwölf Jahren. (...) Das ist eine Katastrophe«, sagte Dirk Schäffer, drogenpolitischer Referent der Deutschen Aidshilfe. Ein zentraler Grund sei, »dass wir deutlich vermehrt riskante Substanzen haben in den letzten zehn Jahren«.

2023 hatte es bundesweit 2227 Drogentote gegeben – und damit 237 mehr als 2022 und doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Es handelte sich um die höchste bis dahin registrierte Zahl. Aufgrund von Lücken bei toxikologischen Gutachten und Obduktionen ist die Dunkelziffer laut Experten hoch.

Schäffer beschrieb auch die sichtbaren Folgen des zunehmenden Crack-Konsums. Crack führe zur rasanten Verelendung von Menschen. »Das hatten wir vor zehn Jahren so nicht«, sagte der Drogenexperte der Aidshilfe. Crack-Konsumenten würden oft obdachlos und konsumierten im öffentlichen Raum. Crack ist Kokain, das nach Verbacken intensiver, aber auch kürzer wirkt.

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