Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Versandapotheke: Zur Rose will weiter wachsen

 

Die Schweizer Unternehmensgruppe Zur Rose bleibt auf Wachstumskurs. Zwischen Anfang Januar und Ende Juni 2018 steigerte sie ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,4 Prozent auf 602,7 Millionen Franken (553,2 Millionen Euro). Grund dafür ist vor allem das gute Geschäft in Deutschland und der Schweiz. Unterm Strich verharrt die Doc-Morris-Mutter aber in den roten Zahlen.

 

Zur Rose spricht von einem «plangemäßen» Betriebsergebnis (EBITDA) von minus 8,7 Millionen Franken (minus 7,7 Millionen Euro) und führt das unter anderem auf erhöhte Marketingausgaben zurück. Enthalten seien zudem einmalige Kosten in Höhe von 2,1 Millionen Franken (1,9 Millionen Euro), die im Zusammenhang mit Zukäufen entstanden sind. Zuletzt hatte das Unternehmen unter anderem die niederländische Online-Apotheke Vitalsana übernommen und war beim Bremer Versender Eurapon eingestiegen. Am Ende steht ein Unternehmensergebnis von minus 17,6 Millionen Franken (minus 15,6 Millionen Euro).

 

Äußert zufrieden ist die Gruppe mit den Ergebnissen im Schweizer Heimatmarkt. Dort wuchs der Umsatz um 9,5 Prozent auf 262,1 Millionen Franken (231,9 Millionen Euro). Im November will das Unternehmen sein Konzept der Shop-in-Shop-Apotheken in Kooperation mit dem Einzelhändler Migros weiter ausbauen und nach Bern und Basel einen dritten Standort in Zürich eröffnen.

 

Noch erfolgreicher war Zur Rose in Deutschland. Mit 291,2 Millionen Euro stieg der Umsatz in Lokalwährung um satte 38,4 Prozent. Allein mit rezeptfreien Präparaten erwirtschaftete die Gruppe 157,8 Millionen Euro Umsatz (plus 77,7 Prozent). Damit sei man im OTC-Bereich «klare Marktführerin in Deutschland», so Zur Rose.  9,7 Prozent Umsatzplus gab es auch im deutschen Rx-Geschäft (133,4 Millionen Euro Umsatz). Dabei sei die Anzahl der Kunden in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten um 66 Prozent auf mehr als 3 Millionen gestiegen, nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Zukäufe.

 

Dass Zur Rose auch in Zukunft auf Expansionskurs bleibt, hatte die Unternehmensgruppe erst im Mai deutlich gemacht, als sie die Übernahme der Hamburger Versandapotheke Apo-Rot bekannt gab. Bereits Ende dieses Jahres soll die Logisitik von Apo-Rot ins niederländische Heerlen verlagert werden. Dort will Zur Rose die gesamten Versandaktivitäten für den deutschen Markt bündeln und die Kapazitäten über einen Neubau bis 2020 verdreifachen. Langfristig soll dann auch das Versandgeschäft von Eurapon, Vitalsan und Zur Rose Pharma «sowie gegebenenfalls weiterer akquirierter Versandapotheken in Heerlen abgewickelt werden», heißt es.

 

Für 2018 rechnet das Management insgesamt mit einem zweistelligen organischen Umsatzwachstum und einer Steigerung von mehr als 20 Prozent. Auf EBITDA-Stufe soll demnach ein um Sonderkosten bereinigtes ausgeglichenes Ergebnis stehen. (sch)

 

15.08.2018 l PZ

Foto: Fotolia/visualcortex