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Stiftung Warentest: Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein

 

Zum offiziellen Sommerbeginn hat Stiftung Warentest 19 Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor bewertet. 18 der getesteten Präparate halten demnach ihre Versprechen zu UV-A-Schutz und Sonnenschutzfaktor 30, 50 oder 50+ auch ein. Nur eine Naturkosmetik-Sonnenmilch fällt durch – ausgerechnet das teuerste Produkt. Die preisgünstigsten Sonnenschutzmittel sind laut Warentest auch die besten: Vier sehr gute Präparate kosten bis zu 2,23 Euro pro 100 Milliliter, während das mangelhafte Naturkosmetik-Mittel fast das Zehnfache kostet (21,20 Euro pro 100 Milliliter).

Gemessen am Preis-Leistungs-Verhältnis belegen die Eigenmarken der Discounter und Drogeriemärkte die oberen Plätze. Klassische Apothekenmarken wie Avène, La Roche-Posay, Eucerin, Vichy und Ladival liegen im Mittelfeld, allesamt gut bewertet. Die Umweltverträglichkeit spielte keine Rolle bei der Bewertung.

Punktabzug gab es für die Beschriftung «wasserfest» oder «wasserresistent». Zwar genügten die Produkte der internationalen Norm, wonach nach dem Baden noch die Hälfte des ursprünglichen Schutzes gegeben sein muss. Stiftung Warentest hält die Bezeichnung aber für irreführend. Nach dem Baden sollte nachgecremt werden. Auch wer stark schwitzt, sollte regelmäßig nachlegen. Aber Vorsicht: Nachcremen stellt den Schutz zwar wieder her, verlängert aber nicht die Zeit, die man in der Sonne bleiben kann. Generell gilt, die Mittel großzügig anzuwenden. (dh)

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27.06.2018 l PZ

Foto: Fotolia/rh2010