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Ebola im Kongo: WHO sieht «sehr hohes Risiko»

 

Nach dem Auftauchen eines Ebola-Falls in der nordkongolesischen Millionenstadt Mbandaka hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Risiko-Einschätzung verschärft. Weil die Stadt durch einen Fluss, Straßen und den Flughafen mit anderen Bevölkerungszentren vernetzt sei, habe sich das Risiko der Ausbreitung erhöht, berichtete die WHO in Genf. Sie erachtet das Risiko für die Demokratische Republik Kongo inzwischen als sehr hoch und für die Region als hoch. «Das globale Risiko (einer Ausbreitung) ist im Moment niedrig», betonte sie. Die WHO sehe bislang keine Notwendigkeit für Reise- oder Handelsbeschränkungen.

 

Die WHO hat einen Notfall-Ausschuss einberufen, der darüber berät, ob die WHO einen internationalen Gesundheitsnotstand ausrufen soll. Damit soll vor allem die Dringlichkeit der Lage im Land international ins Rampenlicht gerückt werden, in der Hoffnung auf mehr finanzielle Mittel oder Forschungsaktivitäten zu Ebola, hieß es bei der WHO.

 

Bis Freitag (18.05.2018) gingen die Behörden im Kongo von 45 möglichen Fällen aus. Bei 14 wurde das Virus nachgewiesen, bei 21 Fällen hielten die Experten die Ebola-Infektion für wahrscheinlich, in zehn weiteren Fällen für möglich. 25 Menschen waren bislang gestorben.

 

18.05.2018 l dpa/PZ

Foto: Fotolia/kerdazz