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Zytoskandal: Overwiening entschuldigt sich persönlich

 

Das Vertrauen der Patienten in die Zytostatika- sowie in die Arzneimittelversorgung generell ist durch den Bottroper Zytoskandal stark erschüttert. Mit welchen Maßnahmen dieses Vertrauen wieder aufgebaut werden kann und wie solch kriminelle Machenschaften in Zukunft verhindert werden können, ist heute Thema bei den Münsteraner Gesundheitsgesprächen, an denen Vertreter von Apothekern und Ärzten sowie von Patienten, Politik, Aufsichtsbehörden, Medien und vielen weiteren teilnehmen.

 

Gastgeberin Gabriele Regina Overwiening (Foto), Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, drückte zu Beginn der Veranstaltung ihre tiefe Betroffenheit aus. «Ich entschuldige mich bei allen durch den Skandal betrogenen und geschädigten Menschen für das Leid, das ihnen durch einen Angehörigen meines Berufsstands geschehen ist», sagte Overwiening. «Ich hoffe, dass ihr Vertrauen irgendwann wieder wachsen kann.»

 

«Wir können das Geschehene nicht rückgängig machen und auch nicht Gerechtigkeit im Sinne aller Betroffenen erzielen», so die Kammerpräsidentin, «aber wir werden nach Möglichkeiten suchen, wie wir damit umgehen». Gemeinsam müssten alle am Gesundheitssystem Beteiligten alles in ihren Möglichkeiten Stehende tun, damit sich ein solcher Fall nicht wiederhole. Das sei allerdings allein durch mehr Kontrollen nicht zu schaffen. Vielmehr brauche es die innere Bereitschaft zu mehr Qualität und Transparenz. (dh)

 

24.04.2018 l PZ

Foto: PZ/Daniela Hüttemann