Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Arzthonorar: Mattheis gegen Angleichung zu Lasten der GKV

 

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis (SPD) hat ihre Partei davor gewarnt, eine Reform der Krankenversicherung allein auf eine Angleichung der Arzthonorare für privat und gesetzlich Versicherte zu reduzieren. Mattheis, die der Parteilinken zugerechnet wird, erklärte in Berlin: «Die Bürgerversicherung ist ein Gesamtkonzept mit vielen Schritten.» Die Öffnung der GKV für Beamte sei hier genauso wichtig wie einheitliche Ärztehonorare.

 

Das SPD-regierte Hamburg will als erstes Bundesland seinen Beamten die GKV öffnen. Sie sollen per pauschale Beihilfe den hälftigen Beitrag zu einer gesetzlichen Kasse bekommen. Nach den Worten von Mattheis sollten die SPD-Unterhändler «die Warnungen des GKV-Spitzenverbands sehr ernst nehmen, dass eine solche Reform in keinem Fall zu Beitragssteigerungen zulasten der gesetzlich Versicherten und zu einer Entlastung privater Versicherungsunternehmen führen darf».

 

Die GKV hatte darauf hingewiesen, dass eine Angleichung der Ärztehonorare den Beitragssatz für gesetzlich Versicherte in die Höhe treiben könnte. Experten gehen von bis zu 0,6 Prozentpunkten auf dann durchschnittlich 16,2 Prozent vom Brutto aus.

 

07.02.2018 l dpa

Foto: Tobias Pietsch