Kritische Lage: Stellenabbau bei Teva/Ratiopharm |

Das israelische Generikaunternehmen Teva will weltweit bis zu 10.000 Stellen abbauen. Das hat die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Ob davon auch der deutsche Standpunkt in Ulm betroffen ist, steht bislang nicht fest. Die «Südwest-Presse» zitierte in diesem Zusammenhang aus einem Schreiben der Geschäftsführung. «Das Gesamtunternehmen Teva befindet sich in einer kritischen Lage und steht vor enormen Herausforderungen» heißt es in dem Papier. Weltweit seien deshalb in allen Niederlassungen die Weihnachtsfeiern abgesagt worden. Auch am deutschen Standort fiel die Feier aus.
Teva hatte 2010 das in Ulm ansässige Unternehmen Ratiopharm gekauft. Insgesamt beschäftigt der Mutterkonzern in Deutschland rund 2900 Mitarbeiter. In Ulm waren schon mehrfach Stellen abgebaut worden, zuletzt im März 2017. Grund war damals die Übernahme der Generikasparte des Pharmaherstellers Actavis, auf die eine Umstrukturierung des gesamten Unternehmens folgte.
Allerdings will Teva auch neue Stellen schaffen: Im Juni hatte der Bau einer Biotechanlage am Ulmer Standort im Donautal begonnen. Hier sollen ab dem Jahr 2020 rund 300 neue Mitarbeiter komplexe biotechnologische Wirkstoffe herstellen.
Teva hatte zuletzt weltweit weniger Gewinn gemacht. Am deutschen Standort läuft es aber gut. Man habe im laufenden Geschäftsjahr «gute Ergebnisse erzielt» heißt es in dem von der «Südwest-Presse» zitierten Schreiben. Zu einem möglichen Stellenabbau äußerte sich das Unternehmen bislang nicht. (ap)
11.12.2017 l PZ
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