Kohlenmonoxid: Immer mehr Shisha-Raucher vergiften sich |

In der Düsseldorfer Uniklinik müssen immer mehr Shisha-Raucher mit schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen behandelt werden. Die Klinik berichtete heute von einem sprunghaften Anstieg der Behandlungen in ihrer Druckkammer: In diesem Jahr seien bereits fast 40 Wasserpfeifen-Raucher behandelt worden. 2016 seien es noch fünf Fälle und 2015 nur ein Fall gewesen. Bei der Therapie in der Druckkammer wird mit Überdruck 100 Prozent Sauerstoff verabreicht, um das Kohlenmonoxid aus dem roten Blutfarbstoff und lebenswichtigen Organgeweben zu verdrängen.
«Kohlenmonoxid-Vergiftungen sind lebensgefährlich», warnte Sven Dreyer, leitender Druckkammerarzt der Uniklinik. Das giftige Kohlenmonoxid kann man nicht riechen, sehen oder schmecken. Die frühen Anzeichen einer Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen würden beim Shisha-Rauchen oft fälschlich auf den Tabak zurückgeführt. Weitere Symptome einer Vergiftung sind Müdigkeit, Benommenheit und grippeähnliche Beschwerden. Im Verdachtsfall sollte man sofort alle Fenster öffnen, umgehend den Raum verlassen und die Feuerwehr verständigen. Für eine Vergiftung reichten nur wenige Atemzüge.
07.11.2017 l dpa
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