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Forderung: Schluss mit Apothekenpflicht für Globuli

 

Homöopathika sollten nicht länger ausschließlich in der Apotheke verkauft werden. Das hat die Verbraucherschutzbeauftragte der Union, Mechthild Heil (CDU), gefordert. Der ausschließliche Verkauf in der Apotheke erwecke den Eindruck, diese Mittel seien wissenschaftlich anerkannte Alternativen zu schulmedizinischen Medikamenten, sagte die Politikerin. Tatsächlich hätten homöopathische Präparate ihre klinische Wirksamkeit im Gegensatz zu anderen Medikamenten aber niemals nachweisen müssen, kritisierte sie.

 

 

Heil verlangte auch, die Inhaltsstoffe sollten auf der Verpackung von Homöopathika nicht nur in lateinischer, sondern auch in deutscher Sprache verzeichnet sein. Ebenso sollte das bei homöopathischen Mitteln übliche hohe Maß der Verdünnung dort auf Deutsch erklärt werden. Die ausschließliche Kennzeichnung in Latein sei nicht zeitgemäß und widerspreche allen Ansätzen der modernen Verbraucherinformation, sagte Heil. Die Bürger erwarteten schließlich auch in anderen Bereichen des Lebens, verständlich informiert zu werden. «Nur wer versteht, was konkret drin ist, kann sich damit auseinandersetzen», so die Politikerin. (ap) 

 

24.07.2017 l PZ

Foto: Fotolia/janvier