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Mehr als ein Viertel der Deutschen leidet an Allergien

 

Mehr als ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland hat eine allergische Erkrankung. Das ist eines der Ergebnisse einer umfassenden Gesundheitsstudie mit mehr als 20.000 Teilnehmern, die das Robert-Koch-Institut (RKI) im «Journal of Health Monitoring» veröffentlicht hat. Das RKI hatte zu den Erkrankungen Bluthochdruck, Diabetes, Allergien, koronare Herzkrankheit und Schlaganfall Daten erhoben. «Diese Erkrankungen sind von besonderer Public-Health-Relevanz», betont Professor Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, in einer Mitteilung.

Die Daten wurden 2014/2015 in der Studie «Gesundheit in Deutschland aktuell» (GEDA) erhoben, einer Studie, die das RKI regelmäßig durchführt. Die GEDA-Ergebnisse werden dabei in Form kompakter Faktenblätter dargestellt, die auf der Website des RKI www.rki.de unter der Rubrik Gesundheitsmonitoring zu finden sind.

Aus dem Faktenblatt zu Allergien geht hervor, dass 28,1 Prozent der Erwachsenen in den Befragungen angaben, aktuell von Allergien (ausgenommen allergisches Asthma) betroffen zu sein. Dabei treten Allergien bei Frauen mit 31,6 Prozent deutlich häufiger auf als bei Männern mit 24,5 Prozent. Frauen und Männer im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter (bis 65 Jahre) geben häufiger Allergien an als ältere Menschen. Bei Frauen und Männern der oberen Bildungsgruppe ist die Zahl derjenigen, die von Allergien betroffen sind, besonders hoch. Insgesamt seien die Erkrankungszahlen in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen. So habe sich die Zwölf-Monats-Prävalenz der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) seit den 1990er-Jahren in etwa verdoppelt. (ch)

 

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16.03.2017 l PZ

Foto: Fotolia/astrosystem