G-BA: Projektliste zur Versorgungsforschung steht |

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat heute eine Übersicht der geförderten Projekte zur Versorgungsforschung veröffentlicht. Unter diesen ist auch eines der Medizinischen Hochschule Hannover, das vorsieht, die Kompetenz der Apotheker stärker einzubeziehen. Die Hochschule will zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei Heimbewohnern beitragen. Das soll durch eine nachhaltige Optimierung der Medikation geschehen, für die Apotheker, Pflegefachkräfte und Ärzte enger zusammenarbeiten sollen.
Der Vorsitzende des Innovationsausschusses des G-BA, Josef Hecken, ist zuversichtlich, dass es mit den insgesamt 62 Projekten gelingt, wissenschaftliche Erkenntnisse über die derzeitige Gesundheitsversorgung zu gewinnen sowie neue Konzepte zu entwickeln. Schwerpunkte waren etwa die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung sowie Patientensicherheit in der Versorgung, innovative Konzepte für die patientenorientierte Pflege, die Integration ausländischer anerkannter Pflegefachkräfte und die Untersuchung von Ursachen und Auswirkungen administrativer und bürokratischer Anforderungen auf die Patientenversorgung.
Seit dem 1. Januar 2016 hat der G-BA den Auftrag, neue Versorgungsformen und Versorgungsforschungsprojekte zu fördern, die die Versorgung der Gesetzlichen Kranken-versicherung verbessern. Das organisiert der Innovationsausschuss, die finanziellen Mittel dafür kommen aus dem Innovationsfonds. Die Fördersumme für die Jahre 2016 bis 2019 beträgt jeweils 300 Millionen Euro. 75 Prozent davon sind für den Bereich Versorgungsformen vorgesehen, 25 Prozent für die Versorgungsforschung. Weitere Förderentscheidungen will der Ausschuss im Frühjahr 2017 bekanntgeben. (je)
06.01.2017 l PZ
Foto: GBA