Celesio: Weniger Umsatz im laufenden Geschäftsjahr |

Der Pharmagroßhändler Celesio hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2017 (01.04.2016 bis 30.09.2016) weniger Umsatz gemacht als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Das teilte der Konzern heute mit. Demnach ist der Umsatz um 2,8 Prozent gesunken. Auch der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 36 Prozent zurück: von 228 auf 146 Millionen Euro. Bei Celesio endet das Geschäftsjahr immer am 31. März, weshalb seit April offiziell schon das Geschäftsjahr 2017 läuft.
Als Grund für die Verluste gab das Unternehmen Wechselkurseffekte an, vor allem durch die Abwertung des britischen Pfunds. Auch der Verkauf der norwegischen und schwedischen Geschäftseinheiten an den Celesio-Mutterkonzern McKesson habe sich negativ ausgewirkt. Rechne man diese beiden Aspekte heraus, sei der Umsatz um 5,7 Prozent gestiegen, gab Celesio an. Der Großhandelsbereich in Deutschland sei nämlich weiter gewachsen, das habe sich positiv ausgewirkt.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2017 (01.04.2016 bis 31.03.2017) rechnet Celesio ebenfalls mit einem leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der oben genannten Aspekte. Der bereinigte EBIT werde sogar deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen, kündigte das Unternehmen an. Hier wirke sich auch die Tatsache negativ aus, dass Großbritannien staatliche Erstattungen auf verschreibungspflichtige Medikamente kürzt. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet Celesio einen leichten Rückgang an eigenen Apotheken (2184 statt 2214). Auch die Zahl der Unternehmensmitarbeiter sank von gut 38.000 auf knapp 36.000 Beschäftigte. (ap)
22.11.2016 l PZ
Foto: Celesio