Sprachprobleme: Mit Piktogrammen besser verständigen |

Menschen, die nicht sprechen oder Sprache nicht verstehen können, sollen sich in Apotheken künftig besser verständigen können. Mithilfe des Piktogramm-Ringbuchs «UKAPO – Unterstützte Kommunikation in der Apotheke» könnten beispielsweise Beschwerden und Therapien über apothekenspezifische Bildsymbole mitgeteilt werden, schreibt die Apothekerkammer Niedersachsen in einer Pressemeldung. Entwickelt wurde das Ringbuch vom Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit Apothekern der Stadt.
UKAPO sei speziell auf den Einsatz in der Apotheke abgestimmt und im Apothekenalltag erprobt worden. «Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir den Patienten verstehen und er wiederum dem Beratungsgespräch folgen kann. Nur so erreichen wir die bestmögliche Wirkung für seine Therapie», erklärt Gabriele Röscheisen-Pfeifer, Bezirksapothekerin in Oldenburg. Eine gute Abstimmung zwischen allen, die den Patienten begleiten und versorgen, sei entscheidend für die Medikationssicherheit. Vollständig könne die lautsprachliche Kommunikation allerdings nicht ersetzt werden. Vielmehr kämen die Bilder unterstützend zum Einsatz. (ke)
01.09.2016 l PZ
Foto: CvO-Universität Oldenburg / Erdélyi