Namensstreit: Merck in Darmstadt wehrt sich |

Der deutsche Pharmakonzern Merck KGaA wehrt sich in der Neuauflage des Namensstreits mit seinem US-amerikanischen Rivalen Merck & Co. Bei einem US-Gericht im Bezirk New Jersey habe man nun eine Erwiderung auf die Klage der Amerikaner eingereicht, teilten die Darmstädter heute mit. Die Merck KGaA sei entschlossen, ihre Marke zu schützen. Die Amerikaner hatten Merck im Januar in den USA wegen missbräuchlicher Namensnutzung verklagt. Damit wollen sie verhindern, dass der Darmstädter Konzern in den USA die Marke Merck benutzt. Zudem fordern sie Schadenersatz.
Die Namensgleichheit resultiert aus den gemeinsamen Wurzeln der beiden Unternehmen, die weit zurückreichen. Zunächst war die amerikanische Merck ein Ableger für das florierende Exportgeschäft der Deutschen. Im Ersten Weltkrieg wurde die US-Tochter enteignet. Seitdem teilen sich beide Unternehmen den Namen. Seit Jahrzehnten existiert ein Abkommen zwischen den Firmen, das es den Darmstädtern verbietet, in den USA aufzutreten, ohne sich klar abzugrenzen.
14.04.2016 l dpa
Foto: Fotolia/#