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Zeckenstich: Böse Überraschung bei der Ostereiersuche

 

Wer seine Kinder an Ostern im Freien auf die Suche schickt, sollte ihnen möglichst lange Kleidung und geschlossene Schuhe anziehen. Das empfiehlt der Informationsdienst zecken.de in einer Pressemitteilung. Der schöne Brauch des Ostereiersuchens könne auch unangenehme Überraschungen mit sich bringen: Bereits ab einer Temperatur von 7 Grad Celsius erwachten Zecken aus ihrer Winterstarre und warteten in Wiesen, Gräsern und Büschen in maximal eineinhalb Metern Höhe auf einen Wirt – also bevorzugt dort, wo Ostereier, -hasen und -nester für Kinder versteckt werden.

 

Zusätzlichen Schutz böten den Kindern über die Hose gezogene Socken, Gummistiefel oder mit insektenabweisenden Mitteln eingesprühte Kleidung und Körperteile, heißt es in der Meldung weiter. Wichtig sei es, die Kinder in jedem Fall im Anschluss an die Ostereiersuche nach Zecken abzusuchen. Diese versteckten sich häufig an Hals, Kopf, hinter den Ohren, in der Leiste, den Kniekehlen oder Zehenzwischenräumen. Wird eine Zecke entdeckt, soll sie laut Zecken-Informationsdienst möglichst schnell und vorsichtig mittels einer Zeckenzange oder Pinzette entfernt werden.

 

Zecken können Erkrankungen wie Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Das FSME-Virus kann beim Menschen grippeähnliche Symptome und in besonders schweren Fällen eine Hirnhautentzündung auslösen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich. Eine Borreliose beginnt oft mit einer Rötung, die sich ringförmig um den Zeckenstich herum ausbreitet, die sogenannte Wanderröte. Weitere Symptome können Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber sein. Unbehandelt sind Spätfolgen wie Gelenk-, Herzmuskel- oder Nervenentzündungen möglich.

 

Anders als bei der Borreliose gibt es bei FSME kein Gegenmittel – jedoch eine Schutzimpfung. Diese besteht aus drei Teilen: Die zweite Dosis spritzt der Arzt zwischen ein bis drei Monate nach der ersten Impfung, die dritte je nach Impfstoff entweder fünf bis zwölf oder neun bis zwölf Monate später. Eine Auffrischung wird alle drei bis fünf Jahre empfohlen. Nach den Informationen des Zecken-Atlas des Robert-Koch-Instituts sind vor allem weite Teile Baden-Württembergs, Bayerns, Südhessens und des südöstlichen Thüringens sogenannte FSME-Risikogebiete. (ke)

 

17.02.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Michael Tieck