Pfefferspray: Einsatz bei Menschen kann gefährlich werden |

Nach Kritik der Polizei warnt auch die Universitätsklinik Freiburg vor dem Gebrauch von Pfefferspray. Es sollte nur äußerst vorsichtig verwendet werden, da es schwere Verletzungen verursachen könne, teilte das Universitätsklinikum heute mit. «Pfefferspray kann zu Kontaktirritationen in den Augen oder Atemwegen führen», sagte der Leiter des Notfallzentrums der Uniklinik, Hans-Jörg Busch, laut einer Pressemitteilung. Das Spray könne dadurch lebensbedrohliche Asthmaanfälle auslösen.
Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht hatten Pfefferspray-Verkäufer von einer hohen Nachfrage nach Selbstverteidigungsmitteln berichtet. Das Landeskriminalamt hatte der Bevölkerung zuvor davon abgeraten, sich zu bewaffnen. Pfefferspray darf nur als Tierabwehrmittel frei verkauft werden.
Sofortiges Reinigen der Haut und Augen mit warmem Wasser ist der Uniklinik zufolge wichtig, um Schmerzen zu lindern und Verletzungen zu verhindern. Bei Atemnot solle Sauerstoff inhaliert werden. Die Klinik rät dazu, nach dem Kontakt mit Pfefferspray einen Arzt aufzusuchen.
13.01.2016 l dpa
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