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Neue Rabattverträge bei der Barmer

 

Die Barmer GEK hat neue Rabattverträge über zwölf generische Arzneimittel abgeschlossen. Das teilte die Kasse heute in einer Presseerklärung mit. Bei den Medikamenten handelt es sich um Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen gegen Tumor- und Infektionserkrankungen, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, psychische Erkrankungen, Demenz und Parkinson.

Die betroffenen Wirkstoffe wurden allesamt zum ersten Mal ausgeschrieben. Ab dem 1. September beliefern nun elf Generikahersteller Barmer-GEK-Patienten mit Capecitabin, Eplerenon, Escitalopram, Irbesartan/Hydrochlorothiazid, Levodopa/Carbidopa/Entacapon, Moxifloxacin, Pramipexol retardiert, Rivastigmin, Telmisartan, Telmisartan/Hydrochlorothiazid und Zoledronsäure (Infusionslösung und Infusionskonzentrat). Die Kasse nutzte dabei erneut das sogenannte Mehrpartnermodell und vergab die Zuschläge pro Wirkstoff beziehungsweise Kombination an bis zu drei verschiedene Hersteller. Diese Maßnahme soll verhindern, dass es bei einem Produktionsausfall zu Lieferengpässen kommt. Am besten kam Teva Ratiopharm mit insgesamt neun Zuschlägen weg. Weitere Verträge gingen an 1 A Pharma, Actavis, Aliud Pharma, betapharm, cell pharm, Denk Pharma, Heumann Pharma, medac, Mylan und Zentiva Sanofi.

«Mit dem Mehrpartnermodell sind Vorteile für Patienten, Ärzte und Apotheker verbunden. Es bietet Liefersicherheit und verschafft den Generika so insgesamt mehr Akzeptanz», sagte Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK. Die 12 Medikamente haben zusammen ein jährliches Ausgabenvolumen von rund 84 Millionen Euro. Die neuen Verträge laufen bis Ende September 2017. Insgesamt hat die Barmer GEK momentan Rabattverträge für rund 250 Wirkstoffe abgeschlossen. Dadurch spart die Kasse nach eigenen Angaben jedes Jahr mehr als 400 Millionen Euro. (ah)

 

22.06.2015 l PZ

Foto: Fotolia/BK