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Chemotherapie: Neues Mittel gegen Übelkeit zugelassen

 

Die EU-Kommission hat ein neues Medikament zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie zugelassen. Das Kombinationspräparat Akynzeo® vom schweizerischen Unternehmen Helsinn enthält neben dem bekannten 5-HT3-Rezeptorantagonisten Palonosetron den neuen Wirkstoff Netupitant. Dabei handelt es sich wie bei Aprepitant um einen hoch selektiven Neurokinin-1-Antagonisten. Das oral einzunehmende Arzneimittel soll sowohl akute als auch verzögerte Nausea und Emesis verhindern, insbesondere durch hochemetogene Cisplatin-basierte Therapieschemata sowie Zytostatika mit moderatem emetogenem Potenzial.

Laut Helsinn entspricht die Gabe des Kombinationsmittels zusammen mit Dexamethason den Leitlinien für eine optimale Therapie nach hochemetogener, Anthrazyklin- und Cyclophosphamid-basierter Chemotherapie. Die Fixkombination vereinfache das Therapieregime.

Als Nebenwirkungen traten am häufigsten Kopfschmerzen, Verstopfung und Fatigue auf. Ein Serotonin-Syndrom ist theoretisch möglich. Vorsicht ist auch geboten bei Patienten mit Risiko für eine Verlängerung des QT-Intervalls oder entsprechender anderweitiger Medikation. Da Netupitant unter anderem über CYP3A4 verstoffwechselt wird, sind zahlreiche Interaktionen möglich, auch mit Chemotherapeutika. (dh)

 

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05.06.2015 l PZ

Foto: Fotolia/absolutimages