Grippeimpfstoffe: Hersteller liefern aus |

Der Sommer ist noch nicht vorbei, da stehen bereits die ersten Grippeimpfstoffe in den Apotheken zur Verfügung. Hersteller wie BioCSL, Sanofi-Pasteur-MSD und nun auch GlaxoSmithKline (GSK) haben nach eigenen Angaben die Auslieferung ihrer aktuellen Influenzaimpfstoffe gestartet.
Wie GSK mitteilte, steht mit Influsplit Tetra® ab sofort ein tetravalenter Grippeimpfstoff zur Verfügung. Basierend auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll diese Art neuer Impfstoffe mit vier statt drei Stämmen einen besseren Schutz gewährleisten.
Laut GSK steht Influsplit Tetra in Deutschland bislang nur für Privatversicherte und Selbstzahler zur Verfügung. Dies sei auf die Erstattungsmodelle der Krankenkassen zurückzuführen, die seit 2011 Grippeimpfstoffe ausschrieben und einem Hersteller exklusiv den Zuschlag erteilten, bedauert das Unternehmen. Die üblichen Ausschreibungskriterien erfüllen demnach nur einige der trivalenten Standard-Vakzine. Der herkömmlich trivalente Impfstoff von GSK, Influsplit SSW® soll laut Hersteller rechtzeitig im Laufe der ersten September-Hälfte zur Verfügung stehen.
Sanofi hatte bereits Mitte August die Auslieferung seines Impfstoffs Vaxigrip® angekündigt. Außer in die Ausschreibungsgebiete Sachsen, Thüringen, Dessau-Roßlau, Halle, München und Oberbayern, Mittelfranken, Schwaben sowie Nordbaden werde der Impfstoff aber auch in Regionen geliefert, in denen Festpreise anstelle von Rabattverträgen gelten, teilte Sanofi mit.
Hersteller bioCSL hat nach eigenen Angaben ebenfalls mit der Auslieferung seines Grippeimpfstoffs Afluria® begonnen. Das Unternehmen hat in dieser Saison mit dem Impfstoff Afluria als Fertigspritze ohne Kanüle den Zuschlag für die Regionen Chemnitz, Leipzig und Dresden erhalten.
Der aktuelle Influenzaimpfstoff setzt sich gemäß den Empfehlungen der WHO aus Antigenen weltweit zirkulierender Varianten der Viren A/California/07/2009 (H1N1), A/Texas/50/2012 (H3N2), B/Massachusetts/2/2012 oder ähnlichen zusammen. Für tetravalente Impfstoffe empfiehlt die WHO eine Variante von B/Brisbane/60/2008.
Insgesamt hat das Paul-Ehrlich-Institut bis zum 22. August dieses Jahres bereits rund 12 Millionen Impfdosen freigegeben. In der Saison 2012/2013 waren zu diesem Zeitpunkt noch keine Impfdosen verfügbar gewesen. (et)
01.09.2014 l PZ
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