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Allergie: Viele Pollen sorgen für Umsatz

 

Die starke Allergiesaison hat vor allem den Versandapotheken im ersten Halbjahr 2014 steigende Umsätze beschert. Das geht aus Zahlen des Informationsdienstleister Insight Health hervor. Demnach haben Präsenzapotheken und Versender zwischen Januar und Juni insgesamt 13 Millionen Packungen Allergiemittel verkauft. Das ist ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders im ersten Quartal war die Nachfrage nach diesen Produkten groß. Mit 4,7 Millionen Packungen gaben die Apotheken 60 Prozent mehr systemische Antihistaminika, antiallergische Rhinologika und Augenprodukte ab als im Vorjahresquartal.

 

Profitieren konnten davon vor allem die Versandapotheken. Sie verschickten mit 1,2 Millionen Packungen mehr als doppelt so viele Allergiemittel an ihre Kunden wie im ersten Halbjahr 2013. Bei den Präsenzapotheken stieg der Absatz lediglich um 4 Prozent auf 11,8 Millionen Packungen.

 

Ähnlich sieht es bei den Umsätzen aus. Mit Präparaten gegen Allergien konnten Apotheken zwischen Januar und Juni insgesamt 101 Millionen Euro und damit 6 Prozent mehr erlösen als im Vorjahreszeitraum. Die Versender konnten sich dabei über Zuwächse von 37 Prozent freuen (9,9 Millionen Euro), bei den Offizin-Apotheken waren es 3 Prozent mehr (91,1 Millionen Euro).

 

Die Versandapotheken verkauften dabei vermehrt große N3-Packungen. Jede dritte verschickte Packung (30 Prozent) und 45 Prozent des Umsatzes entfielen auf diese Kategorie. Bei den Präsenzapotheken waren lediglich 5 Prozent der Allergiemittel eine N3-Packung, die 10 Prozent vom Umsatz ausmachten. In der Apotheke am Ort kauften die Patienten vor allem kleine Packungen in der Größe N1 (52 Prozent), die für 46 Prozent des Umsatzes in diesem Segment sorgten. Bei den Versendern war jede dritte Packung (30 Prozent) eine kleine, hier lag der Umsatzanteil bei 20 Prozent.

 

Ihre Kunden lockten die Versandapotheken laut Insight Health dabei mit deutlichen Preisabschlägen. Bei den OTC-Allergie-Präparaten liegt der Nachlass für eine 100-Stück-Packung demnach aktuell bei 13 Prozent auf den empfohlenen Apothekenverkaufspreis. Eine Packung mit 10 Dosen gibt es sogar 26 Prozent günstiger. Bei den flüssigen Präparaten sind rund 30 Prozent Abschlag möglich. (sch)

 

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24.07.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Ingo Bartussek