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Erwachsene: Paracetamol beeinflusst Asthma nicht

 

In einer kleinen Studie hat die Einnahme von Paracetamol das Asthma von erwachsenen Probanden nicht verschlimmert, berichten neuseeländische Forscher im Fachjournal „BMJ Open“. Allerdings nahmen an der zwölfwöchigen Studie nur 95 Asthmatiker teil. Sie erlaubt daher keine gesicherten Aussagen, ob die langfristige Einnahme von Paracetamol wirklich keinen Einfluss auf die Asthmasymptomatik hat.


Mehrere Studien hatten in den vergangen Jahren gezeigt, dass die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft oder während der ersten Lebensjahre für Kinder das Risiko erhöht, an Asthma und anderen allergischen Erkrankungen zu erkranken. Allerdings liegen noch keine Erkenntnisse zur Dosis-Wirkungs-Beziehung vor.


Die neue Studie stützt diese Einschätzung, wenn auch mit begrenzter Aussagekraft. Die Probanden mit leichtem bis mittelschwerem Asthma erhielten über drei Monate entweder zweimal täglich 1 Gramm Paracetamol oder Placebo. Am Ende der Beobachtung, die 85 der 94 Teilnehmer komplettierten, zeigten sich in mehreren Endpunkten keine Unterschiede, zum Beispiel in der Einsekundenkapazität (FEV1) der Lungenfunktion oder der bronchialen Hyperreagibilität.


Wissenschaftler gehen derzeit davon aus, dass nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) bei bestehendem Asthma eine Exazerbation auslösen können (sogenanntes Analgetika-Asthma). Solange keine gesicherten Erkenntnisse zur Wirkung von Paracetamol bei Asthmatikern vorliegen, sollte das Schmerzmittel ebenso wie NSAR in dieser Patientengruppe weiterhin zurückhaltend eingesetzt werden. (db)

doi: 10.1136/bmjopen-2013-004324

 

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Analgetika-Asthma: Atemnot auf Aspirin, PZ 16/2011

 

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12.03.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Auttapon Moonsawad (Symbolbild)