Schimmel auf Supermarkt-Käse |

Die Verbraucherzentrale Bayern hat vor Schimmel auf Käse von Selbstbedienungstheken in Supermärkten gewarnt. In einer Untersuchung hatte das von der Organisation beauftragte Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung 40 Käsesorten aus 12 Supermärkten untersucht. Edelschimmelkäse waren nicht darunter, stattdessen untersuchten die Forscher feste Käse wie Emmentaler, Gouda und Tilsiter. Die Käse waren zuvor im Supermarkt geschnitten, verpackt und mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen worden.
Bei 60 Prozent der Käseproben stellte das Institut noch vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit Schimmel fest. Dabei habe es sich allerdings überwiegend um nicht gesundheitsgefährdende Schimmelpilzarten gehandelt, heißt es im Untersuchungsbericht. In einer Probe sei jedoch das Schimmelpilzgift Cladosporium herbarum gefunden worden, das Allergien und Krebs auslösen kann. Auch in 20 Prozent der Käse, die bereits beim Hersteller geschnitten und unter Schutzatmosphäre verpackt wurden, fanden die Tester Schimmel.
«Der Großteil der auf dem Schnittkäse gefundenen Schimmelpilzkulturen ist für den menschlichen Verzehr unbedenklich», heißt es bei der Verbraucherzentrale. Da Verbraucher aber nicht erkennen könnten, ob es sich um gefährlichen Schimmel handelt, rät die Zentrale generell davon ab, verschimmelte Käse zu essen.
Supermarktkunden riet die Organisation, Kassenbelege aufzuheben und Käse, der vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums schimmelt, zu reklamieren. Auch forderte sie Hersteller und Supermärkte auf, die Mindesthaltbarkeit ihrer Schnittkäse nachzubessern: Offenbar würden häufig zu lange Zeiträume gewählt. (ah)
24.09.2013 l PZ
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