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Arbeitsleben: Manche Anforderungen stressen besonders

 

Viele Arbeitnehmer fühlen sich erschöpft, wenn sie sich hohen psychischen Anforderungen ausgesetzt fühlen. Dabei lassen vor allem fünf Faktoren die Arbeit besonders intensiv und fordernd erscheinen. Das ist eines der Ergebnisse der Erwerbstätigenbefragung 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

 

Zu diesen fünf Anforderungen zählen starker Termin- und Leistungsdruck, gleichzeitiges Bearbeiten verschiedener Aufgaben oder Vorgänge, sehr schnelles Arbeiten, ständige Unterbrechungen und das Arbeiten bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit, heißt es in einem Factsheet der BAuA zu dieser Befragung. Je mehr dieser fünf Arbeitsbedingungen die Beschäftigten ausgesetzt waren, desto mehr berichteten sie von Erschöpfung. In der Gruppe, die allen fünf Faktoren ausgesetzt war, fühlte sich demnach fast jeder zweite erschöpft (45 Prozent). Diejenigen, die keine dieser fünf Arbeitsbedingungen häufig erlebten, gaben nur zu 7 Prozent an, erschöpft zu sein.

 

Insgesamt befragte das BAuA rund 17.000 abhängig Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen. Davon gaben 58 Prozent an, häufig Verschiedenes gleichzeitig bearbeiten zu müssen. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) muss nach eigener Auskunft unter starkem Termin- und Leistungsdruck arbeiten. 44 Prozent sagten, dass sie häufig bei ihrer Arbeit unterbrochen würden und 39 Prozent, dass sie sehr schnell arbeiten müssten. Häufig über die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten laut Befragung 16 Prozent.

 

Die BAuA empfiehlt, vermeidbare belastende Arbeitsbedingungen zu ändern. So könnten Störungen bei der Arbeit oder die gleichzeitige Erledigung verschiedener Aufgaben vermieden werden, indem sogenannte Ruhearbeitsphasen in den Tagesablauf eingeplant werden und die Bürotür geschlossen und E-Mails oder Telefonate unbeantwortet bleiben. Bei unvermeidbaren Faktoren wie Zeitdruck oder schnellem Arbeiten sei es wichtig, einen bewussten Ausgleich einzuplanen und Erholungspausen nicht ausfallen zu lassen. Bei hoher Arbeitsintensität sei es auch sinnvoll, mit Hilfsmitteln zu arbeiten. Dazu zähle zum Beispiel auch, seine Arbeit nach Möglichkeit selbst zu planen und einzuteilen oder sich Unterstützung von Kollegen und Vorgesetzten zu holen. (ke)

 

12.08.2013 l PZ

Foto: TK