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EMA spricht Empfehlungen zur Zulassung aus

 

Ein Expertengremium der europäischen Arzneimittelagentur EMA hat einige neue Präparate für die Zulassung in der EU vorgeschlagen. Darunter befindet sich Afatinib (Giotrif®) für die Behandlung von Patienten mit nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), deren Tumoren eine bestimmte Mutation des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) aufweisen.

 

Gute Aussichten auf die EU-Zulassung hat auch ein weiterer DPP-4-Hemmer: Alogliptin. Als Monopräparat Vipidia®, in Kombination mit Metformin als Vipdomet® und in Kombination mit Pioglitazon als Incresync® erhielt er die Zulassungsempfehlung zur Behandlung bei Typ-2-Diabetes.

 

Auch das Cobicistat-haltige Monopräparat Tybost® erhielt eine solche Empfehlung. Den Wirkstoff kann man mit Ritonavir vergleichen. Es ist ein Hemmstoff des Cytochrom-P450-Isoenzyms CYP3A, der als Booster für die HIV-Wirkstoffe Atazanavir und Darunavir wirken soll. Eine eigene antivirale Aktivität gegen das HI-Virus besitzt er nicht. Im bereits zugelassenen Präparat Stribild® ist Cobicistat enthalten und boostert in diesem die Wirkung des neuen HIV-Integrasehemmers Elvitegravir.

 

Last but not least erhielt auch die Kombination aus Glycopyrroniumbromid und Indacaterol (Ultibro® Breezhaler® und Xoterna® Breezhaler®) eine Zulassungsempfehlung für die Behandlung von COPD-Patienten. Als Monopräparte sind die beiden Wirkstoffe schon seit Längerem zugelassen. (ss)

 

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Onkologie: Neue Waffen gegen Lungenkrebs, PZ 29/2013

 

29.07.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Valdis Torms