Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Fehlernährung kostet weltweit Billionen

 

Die UN-Organisation für Ernährung und Land­wirtschaft (FAO) verlangt eine Kurskorrektur von «nicht hinnehmbaren Kosten falscher Ernährung». Das veröffentlichte sie heute in ihrem Jahresbericht.

 

Weltweit seien Milliarden Menschen von Hunger, Mangelernährung oder Fettleibigkeit betroffen. Das verursache soziale und wirtschaftliche Kosten von etwa dreieinhalb Billionen Dollar jährlich und mache 5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung aus, die durch Fehlernährung verloren gingen, so die FAO.

 

Für Graziano da Silva, Chef der FAO ist das Ziel daher «kein geringeres als die Ausrottung von Hunger und Mangelernährung.» Der Weg dorthin sei aber noch lang. «Produzenten, Politik, Lieferanten und Konsumenten müssen dringend neue Wege gehen.» Sie sollten mehr auf Nährwert und Nachhaltigkeit achten sowie darauf, Verschwendung und Verpackungsberge zu verringern.

 

Laut FAO werde Nahrung zudem nicht bewusst genug als lebensnotwendig produziert und verteilt. Jeder achte Mensch hungere, jedes vierte Kind leide an Mangelernährung. Im Gegenzug seien 1,4 Milliarden Menschen von Übergewicht betroffen und 2 Milliarden ernährten sich so, dass ihrer Nahrung wichtige Nährstoffe fehlten, so die FAO weiter.

 

«Der nährstoffreichen Nahrung muss mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.» Regierungen, internationale Organisationen und der Privatsektor müssten gemeinsam dazu beitragen, die Konsumenten dazu zu bringen, «gesündere Entscheidungen zu fällen, Abfall zu verringern und zur Nachhaltigkeit beizutragen», heißt es im Jahresbericht. (ke)

 

04.06.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Pakhnyushchyy