Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Apotheken schließen wegen Hochwasser

 

Das Hochwasser im Süden und Osten Deutsch­lands macht vielen Apothekern zu schaffen. In Sachsen hätten bereits 17 Apotheken aufgrund von Überflutungen schließend müssen, sagte eine Sprecherin der Sächsischen Landesapotheker­kammer (SLAK). Besonders stark betroffen sei die Stadt Grimma: Hier mussten sechs der acht an­sässigen Apotheken dichtmachen. Aber auch aus anderen Teilen des Bundeslandes meldeten Apo­the­ker Schließungen aufgrund der Wassermassen.

 

Momentan sei man hauptsächlich damit beschäftigt, die Notdienste der geschlossenen Apotheken umzuorganisieren, so die SLAK-Sprecherin. Dies verlaufe aber weitgehend problemlos und sehr kollegial. Ein weiteres Problem seien Lieferverspätungen durch Überflutungen und Straßensperrungen. Viele Bestellungen erreichten sächsische Apotheken momentan verzögert.

 

In Bayern scheint die Lage der Apotheker dagegen nicht so dramatisch zu sein. Eine Sprecherin der Bayerischen Apothekerkammer teilte mit, es sei bislang keine einzige Dienstbefreiung von Apotheken aus Hochwassergebieten eingegangen. Die Arzneimittelversorgung in Bayern sei «auf jeden Fall nicht gefährdet».

 

Auch die SLAK-Sprecherin zeigte sich optimistisch, dass nach dem Ende der Regenfälle in Sachsen viele momentan geschlossene Apotheken ihre Türen wieder öffnen können. Allerdings werde man auch erst dann abschätzen können, wie groß die Schäden in den einzelnen Offizinen wirklich sind. (ah)

 

04.06.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Mario Hösel